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Zwei Textilhändlerinnen haben ihren Schritt nach Lauenau nie bereut / Eishalle als Hilfe

Auch für kleine und ganz große Größen

Lauenau. Vor genau fünf Jahren haben Brigitte Hirschfeld und Christa Schuppe ein damals seit Monaten leer stehendes Ladenlokal bezogen und ihr Geschäft „S+H-Mode“ eröffnet. „Wir haben es nicht eine Sekunde bereut“, betont Mitinhaberin Hirschfeld und setzte damit die örtliche Textilhistorie fort, die ältere Lauenauer immer noch mit den Namen Daseking und Burschel verbinden. Ganz unerfahren waren beide Frauen nicht in Sachen Selbstständigkeit.

veröffentlicht am 23.01.2015 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:22 Uhr

Zwei Jahre zuvor hatten sie in Hessisch Oldendorf einen ersten erfolgreichen Versuch gestartet. Lauenau folgte ganz aus Berechnung, weil „hier so viel passiert“. Nicht einmal der mehrmonatige Straßen- und Bürgersteigbau vor der Ladentür habe ihnen geschadet: Mit einem „Baustellenrabatt“ lockten sie den Widrigkeiten zum Trotz mehr Kunden an.

Dass es damals sogar Gewerbetreibende gegeben habe, die einen „Baustopp“ forderten, quittiert sie immer noch mit einem Kopfschütteln. Hirschfeld lobt die Gemeinde Lauenau als Gebäudeeigentümerin: „Der Flecken hat uns damals den Anfang leicht gemacht.“ Und auch der vor Jahren eingerichtete Parkplatz auf der Hofseite sei förderlich gewesen. Wenn das denkmalgeschützte Haus in der Nachbarschaft neue Nutzung erfahre und bald auch ein Lokal im ehemaligen Café eröffne, dürfte dies die Marktstraße weiter beleben.

Das Internet sei zwar eine große Bedrohung. Aber die beiden Inhaberinnen und ihre vier Mitarbeiterinnen machen die Web-Konkurrenz wett mit Freundlichkeit, gründlicher Beratung und modischer Vielfalt auf 150 Quadratmetern. Und was von bekannten Modemarken auf Lauenauer Kleiderstangen nicht hängen sollte, kann schnell mit dem Hessisch Oldendorfer Sortiment abgeglichen werden. Auch die ständige Diskussion über geschlossene Ladentüren am Mittwochnachmittag ist bei „S+H“ kein Thema: „Wir haben natürlich geöffnet.“ Den Standort Lauenau sieht Brigitte Hirschfeld übrigens noch in zweierlei Hinsicht positiv. Das „kleine Einkaufszentrum“ im Süden des Fleckens locke auch Kunden aus dem Umland in die Ortsmitte.

Nicht zu unterschätzen sei die im Winter geöffnete Eishalle: Regelmäßig würden Eltern, die von entfernter gelegenen Wohnorten ihre Kinder bringen, den Aufenthalt zum Einkauf nutzen: „Ich glaube, die wären sonst nie zu mir in den Laden gekommen.“nah




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