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Ändern des B-Plans soll das Ansiedeln von nicht störendem Gewerbe ermöglichen

Auch wenn’s nur kleine Betriebe sind: Bürger befürchten mehr Verkehr

Rodenberg (cab). Die Stadt Rodenberg will mit einer Änderung des bisherigen Bebauungsplans Ansiedlungsmöglichkeiten für kleine Handwerksbetriebe und Dienstleister zwischen Deister- und Bahnhofsstraße schaffen. Anwohner haben während der öffentlichen Vorstellung des von Planer Matthias Reinold erarbeiteten Entwurfs nun Bedenken wegen des vermutlich erhöhten Verkehrsaufkommens geäußert.

veröffentlicht am 24.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:22 Uhr

Die erste Änderung des Bebauungsplans Nummer 33 „Bahnhofsstraße“ bezieht sich hauptsächlich auf die künftige Verwendung frei werdender Flächen in Höhe der Deisterstraße, auf denen bisher nur ungenutzte Lagerhallen stehen. Laut Jörg Döpke vom Bauamt soll hier ein Mischgebiet für nicht störende Kleinbetriebe geschaffen werden. Die Stadt stünde bereits mit einem interessierten Unternehmen in Kontakt, das ein Bürogebäude errichten wolle. Döpke betonte vor den rund 40 Anwesenden aber, dass sich keinesfalls produzierendes Gewerbe ansiedeln werde: „Dafür gibt es andere Flächen im Gewerbegebiet.“

Laut Planer Reinold sollen einzig die bereits vor Ort erkennbaren Freiflächen nach den bestehenden Richtlinien bebaut werden. Die Höhe der neuen Häuser wäre damit auf zwei Stockwerke begrenzt, auch dürften nur 60 Prozent des Grundstücks baulich genutzt werden. „Das führt nicht zu einer erhöhten Dichte“, machte Reinold deutlich. Überhaupt seien bloß zwei bis drei Grundstücke betroffen, sodass es sich um eine „überschaubare Situation“ handle.

Der Planer will mit seinem Entwurf die öffentlichen Grünflächen und die im Süden gelegene Allee „Am Eichenhain“ erhalten, auch der Verlauf der Fuß- und Radwege wird sich nicht ändern. Das neue Mischgebiet soll durch eine Straße und Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite von den bestehenden Wohnhäusern abgetrennt werden.

Sorge bereitete den anwesenden Bürgern das vermutlich höhere Verkehrsaufkommen durch die Ansiedlung neuer Betriebe. Planer Reinold erklärte hierzu, dass sein Entwurf bereits eine Wechselsituation zwischen Deisterstraße und der Allee „Am Eichenhain“ vorsehe, an der auch gewendet werden könne. „Da kommt man nicht mit 50 durch.“ Mit einer Straßenbreite von 6,50 Metern werde man laut Döpke zudem keinesfalls den Durchgangsverkehr fördern, auch ein Ausbau der bestehenden Zufahrten sei nicht geplant. Allerdings könne man im Bebauungsplan noch keine weiteren Verkehrsregelungen festlegen.

Die Planung soll mit der Beratung im Rat laut Döpke „irgendwann nach den Sommerferien“ abgeschlossen sein.




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