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Verein „Meerkunstraum“ erinnert an zehn Jahre „Durch-blicke“ auf dem Wilhelmstein

Auf dem Seeweg

Steinhude. Glashäuser statt Scheune – Kunst über das Wasser auf die Insel bringen. Mit dieser Idee hat der Verein „Meerkunstraum“ seit zehn Jahren nicht nur am Ufer des Steinhuder Meeres, sondern auf der Insel Wilhelmstein viel Erfolg gehabt.

veröffentlicht am 04.03.2014 um 17:20 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:42 Uhr

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„Zuerst haben sich alle an die Stirn getippt“, erinnerte sich der Ehrenvorsitzende des Vereins, Dietmar Junghans, bei der Vernissage für einen Rückblick auf zehn Jahre „Durch-blicke“, der Kunst im Glashaus auf dem Wilhelmstein in der Steinhuder Kunstscheune. Diese Scheune zu übernehmen und Kunst an Land zu präsentieren, sei das ursprüngliche Ziel des Vereins gewesen, meinte Junghans. Doch die hohen Kosten hätten dies verhindert.

Aber stattdessen fand eine aus Holland importierte Idee von Kunst im Glashaus schnell Anhänger. Einer der ersten Fans sei Hausherr Alexander zu Schaumburg-Lippe gewesen, erinnerte sich Junghans. Die fünf Glashäuser hätten für den Chef des Hauses Schaumburg-Lippe „perfekt“ in die Marketing-Strategie für den Wilhelmstein gepasst, und inzwischen seien sie für ihn „nicht mehr wegzudenken“, berichtet Junghans.

Von der Freiheit und Inspiration, Kunst auf die Insel zu bringen, und der Herausforderung, Glashäuser zu bestücken, berichtete Inge-Rose Lippok, im Jahr 2004 die erste Künstlerin in der Reihe der Kreativen. Junghans berichtete vom erfolgreichen Werben um Sponsoren, speziell vom anfänglichen Engagement der Lotto-Stiftung.

Reminiszenzen an die Kultur der Meerregion, an den kleinsten Süßwasserfisch hatte zum Beispiel Frank Popp mit dem pungitius pungitius, dem Neunstacheligen Stichling, verarbeitet.

Einige Künstler waren nicht persönlich anwesend, sondern hatten, wie zum Beispiel Sina Heffner, ihre Modelle oder Planzeichnungen für die Glashäuser zur Verfügung gestellt.

Von einer „bleibenden Erinnerung“ an die Arbeiten auf dem Wilhelmstein sprach Timm Ulrichs. Seine Arbeiten haben die Glashäuser in den vergangenen beiden Jahren geprägt. Den international bekannten Künstler verbindet inzwischen mit dem Verein „Meerkunstraum“ mehr als eine professionelle Beziehung: „Ich habe“, so bekannte Ulrichs öffentlich, „meinen Mitgliedsbeitrag für 2014 bereits bezahlt.“

Die Vernissage ist bis zum 23. März jeden Mittwoch, Sonnabend und Sonntag in der Kunstscheune im Steinhuder Scheunenviertel jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Bildunterschrift: (see-kunst01-0303)Für Timm Ulrichs (Zweiter von rechts) bedeutet die Arbeit auf dem Wilhelmstein auch „bleibende Erinnerung.

(see-kunst2-0303)Dietmar Junghans (rechts) erinnert an die Anfangszeit der Glashäuser auf dem Wilhelmstein.

(see-kunst03-0303)Inge-Rose Lippok (Zweite von rechts) bestückte 2004 als erste Künstlerin die fünf Glashäuser auf dem Eiland im Steinhuder Meer. jpw




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