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20 Jahre Kirchenpartnerschaft zwischen Südafrika und Schaumburg

Auf dem Weg zur "Silberhochzeit"

Stadthagen (wil). Am Ende des zweiwöchigen Besuchs von Gästen aus dem südafrikanischen Kirchenkreis Kgetleng in Gemeinden der Schaumburg-Lippischen Landeskirche ist Bilanz gezogen worden. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft blickten die lutherischen Christen gemeinsam auf eine intensive Zeit zurück.

veröffentlicht am 06.10.2008 um 00:00 Uhr

"Unsere Partnerschaft ist ein bisschen wie eine Ehe. Wenn ein Paar 20 Jahre verheiratet ist, ist der Zauber des Anfangs ein bisschen verflogen. Da kommt die Frage auf, ob da immer noch etwas ist, das uns verbindet. Mir hat dieser Besuch gezeigt, dass wir auf dem besten Weg sind, unsere ,Silberhochzeit' zu feiern", fasste Pastor Uwe Herde aus Pollhagen die Ergebnisse zusammen. Seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem südafrikanischen Kirchenkreis Kgetleng und der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Während des diesjährigen "Jubiläums-Besuchs" standen deshalb auch die bisherigen gemeinsamen Erlebnisse und Ergebnisse im Mittelpunkt. Herde erklärte, dass in den vergangenen gemeinsamen Jahren auch Krisen zu überwinden gewesen seien. Wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung habe es hin und wieder Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Ansichten gegeben. Umso bemerkenswerter seien die bisher erlangten Ergebnisse, die durch das gegenseitige voneinander Lernen geprägt seien. "Ein Paar, das in so einer Partnerschaft lebt, strahlt etwas aus auf andere. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg", sagte Herde und blickte damit auch auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Besonders während der zwei Konzerte mit dem Chor "Kreuz& Quer" seien einmal mehr viele Schaumburger auf die Kooperation aufmerksam geworden. Als jung, dynamisch und voller Energie bezeichnete Joachim Büge vom Landesjugendpfarramt dieses Zusammenwirken. Auch die Südafrikaner zeigten sich von dem Erfolg des Besuches begeistert. "Wenn Gott unser aller Vater ist, bedeutet es, dass wir Schwestern und Brüder haben", erklärte ein Mitglied der südafrikanischen Delegation im Bezug auf die schöne Zeit, die die Gruppe gemeinsam und in den Gastfamilien verbrachte. Auch sie betonten die Veränderungen, die die Partnerschaft innerhalb der vergangenen Jahre getragen hätte und freuten sich auf neue Herausforderungen. Besonders die Gemeinsamkeiten zwischen den Gruppen seien innerhalb der vergangenen Jahre immer mehr ausgebaut worden. Für den nächsten Besuch nahm sich ein Mitglied sogar vor, seine Deutschkenntnisse zu präsentieren. "Ein Herz und ein Hirn zu sein, bedeutet, eins zu sein", fasste es eine der Südafrikanerinnen zusammen und erntete in der kleinen Gesprächsrunde spontanen Zwischenapplaus.




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