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Heimatvereine planen Wanderausstellung

Auf den Spuren der Auswanderer

Lauenau. Was hat Menschen im Deister-Sünteltal bewogen, mitten im 19. Jahrhundert scharenweise nach Amerika auszuwandern? Das kann bald in einem Buch des Historikers Kai Witthinrich nachgelesen werden. Eine Wanderausstellung begleitet das Erscheinen des umfangreichen Werks. Start der Schau wird in Lauenau sein.

veröffentlicht am 19.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:42 Uhr

Zum ersten Mal ist es dabei zu einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Heimatbund Bad Münder und dem Lauenauer Heimat- und Museumsverein gekommen. Den Anlass gab Witthinrich selber, der vor zwei Jahren zunächst im Gebiet der Stadt Bad Münder forschte, dann aber seine Untersuchungen auf die Ortschaften rund um Lauenau ausdehnte. Dort machten sich prozentual mehr Menschen auf den Weg in die neue Welt als in der nahen Badestadt.

Nur zu gern hat der Lauenauer Heimatvereinsvorsitzende Jürgen Schröder den Eifer des Experten begleitet. Denn die lokalen Historiker waren selbst nicht tiefer eingestiegen, als sie vor Jahren in einem Geschichtsarbeitskreis der Volkshochschule ihr dreibändiges Nachschlagewerk über Lauenaus Vergangenheit verarbeiteten. „Gerade einmal zwei Sätze“, seien dem Thema gewidmet, räumte Schröder ein. Auch Heimatforscher Karl Parisius habe in seinem bereits 1912 veröffentlichten Standardwerk „Das vormalige Amt Lauenau“ nichts weiter beschrieben. Wenn also am 21. März das Buch mit dem Titel „Ausgewandert“ in den Buchhandlungen erscheine, werde sich eine große Lücke schließen können.

Unterdessen hat Schröder etliche Korrespondenz aus Privatbesitz erhalten, die er für eine künftige kleine Präsentation im Amts- und Fleckenmuseum auswerten möchte. Das aber wird erst später der Fall sein. Jetzt konzentriert er sich auf die aus 13 großformatigen Stelltafeln und einigen Gegenständen bestehende Wanderausstellung. An den Postern können unter anderem Gründe für die Auswanderung, Zahlen und persönliche Schicksale nachgelesen werden. Alte Koffer und landwirtschaftliche Geräte aus jener Zeit wollen die Poster gewissermaßen illustrieren.

Bis zum 5. Mai bleibt die Ausstellung im Flecken, bevor sie dann den Weg zu den nächsten Stationen in Bakede und Eimbeckhausen antritt. Im Museum Bad Münder ist sie erst in 2014 zu sehen - vom 6. April bis zum 14. Dezember.

In der Diele des Lauenauer Gesindehauses aber wird im weiteren Verlauf des Jahres 2013 erneut viel Platz benötigt: Der Heimat- und Museumsverein plant noch zwei Sonderausstellungen in zeitlichem Wechsel.nah




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