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Ausbildungswerkstatt wirbt auf Verbrauchermesse / Kritik am Afghanistan-Einsatz gibt es kaum

Auf der Infa: Flieger im Fragenbombardement

Bückeburg/Hannover (jp). Drei Schaumburger Gesichter auf der Infa: Wie schon im letzten Jahr sind die Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg und die Ausbildungswerkstatt H wieder auf Deutschlands größter Verbrauchermesse vertreten. Auf dem Stand des Personalamts der Bundeswehr informieren Hauptmann Mike Braun, Fluggerätmechaniker Niccolo Evers und Elektroniker Florian Schröter über die zivilen Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Achumer Flugplatz sowie die militärischen Karrierechancen in den Reihen der Heeresflieger.

veröffentlicht am 19.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:41 Uhr

Hauptmann Mike Braun aus Rolfshagen, früher als Fluglehrer in Diensten der Heeresfliegerwaffenschule und heute zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, konnte sich schon am ersten Öffnungstag der Infa über ein reges Fragenbombardement von Messebesuchern freuen: „Das Interesse ist enorm, und es kommen Fragen zu allen Bereichen einer beruflichen Laufbahn bei der Bundeswehr.“ Deutlich weniger hätten Messebesucher dabei kritische Fragen zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gestellt, so Braun. „Was das angeht, ist es diesmal absolut ruhig.“ Vor einem Jahr war der Kampfeinsatz deutscher Soldaten am Hindukusch das beherrschende Thema auf dem Messe-Stand des Bundeswehr-Personalamts, schließlich fand die Infa 2009 nur wenige Tage nach dem von einem deutschen Oberst befohlenen Luftangriff auf zwei entführte Tanklastzüge am Kunduz-Fluss statt. Jetzt stehen ganz andere Dinge im Vordergrund: „Es kommen Fragen, wie es mit der Bundeswehr generell weitergeht. Wie sehen unsere zukünftigen Strukturen aus? Was machen wir in Zukunft ohne Wehrpflichtige?“

Auf ein riesiges Interesse stößt dabei auch der auf dem Messestand ausgestellte Hubschrauber Alouette II. Bis 2006 war dieser kleine, wendige Flieger als Schulungshubschrauber der Heeresfliegerwaffenschule im Schaumburger Luftraum unterwegs, inzwischen dient er ausschließlich der Ausbildungswerkstatt H als Anschauungs- und Übungsobjekt praktischer Arbeit. „Der Hubschrauber zieht die Leute wirklich magisch an. Vor allem Kinder und Jugendliche wollen unbedingt einmal im Cockpit Platz nehmen“, berichtet Fluggerätmechaniker Niccolo Evers. Dabei müssen die beiden Mitglieder der Ausbildungswerkstatt H die Messebesucher nicht selten über ihre eigene Funktion aufklären: „Viele halten uns nämlich im ersten Moment für Piloten.“

Aber auch die Ausbildungswerkstatt selbst steht im Fokus des Interesses der Messebesucher. Längst hat sich nämlich bundesweit herumgesprochen, was für eine hochqualifizierte, aber auch enorm anspruchsvolle Berufsausbildung die Einrichtung auf dem Achumer Flugplatz bietet. Und vor allem, was für exzellente Berufsaussichten sich den Absolventen nach erfolgreich durchlaufenen 42 Ausbildungsmonaten eröffnen. Unternehmen der Luft- und Raumfahrttechnik, Flugplätze und Fluggesellschaften aus ganz Europa lecken sich die Finger nach Arbeitskräften, die in Achum die Berufe Fluggerätmechaniker oder Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme erlernten. „Daher kommen auch viele Eltern mit Kindern, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, an den Stand und fragen nach den Voraussetzungen für eine Ausbildung bei uns“, so Niccolo Evers.

Die Infa auf dem Messegelände Hannover läuft noch bis einschließlich kommenden Sonntag, 24. Oktober, und hat täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Das Personalamt der Bundeswehr findet sich wie auch im Vorjahr in der Halle 26, Stand D82.




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