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„Tag des offenen Denkmals“ führt an sonst selten zugängliche Orte

Auf Spurensuche durch die Jahrhunderte

Bückeburg. Auf Spurensuche durch die Jahrhunderte können die Bückeburger im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ gehen.“ Am Sonntag, 13. September, öffnen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr insgesamt 27 Denkmale in Bückeburg und ihren Ortsteilen ihre Pforten. Darunter sind zahlreiche Denkmale, die in der Regel nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind oder aber Bereiche der weithin bekannten Denkmale wie Schloss, Mausoleum oder Stadtkirche, die sonst nur selten oder gar nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden. Mit dabei ist zum Beispiel das Geburtshaus der Dichterin Lulu von Strauß und Torney an der Georgstraße, in dessen Räumen die Auftaktpressekonferenz zum Denkmalstag stattfand. Hier werden der Außenbereich, das Treppenhaus und der Keller gezeigt.

veröffentlicht am 30.07.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:22 Uhr

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1992 wurde der inzwischen europaweit begangene Denkmalstag das erste Mal in Schaumburg gefeiert, damals in Rodenberg. Rund 3000 Besucher kamen, wie sich Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der ausführenden Schaumburger Landschaft, erinnerte. Heute hat sich der Tag zur größten Openair-Veranstaltung in Deutschland gemausert, auch in Schaumburg sind regelmäßig Tausende unterwegs, um ein Blick auf ihre Denkmale zu werfen. Inzwischen gibt es sogar eine durch den ADFC ausgearbeitete und ausgeschilderte Radtour, die die Denkmale verbindet, und ein umfangreiches Rahmenprogramm an einigen Denkmalen.

Graf Adelmann betonte in dem Gespräch die Bedeutung von privaten Eigentümern, Denkmalpflegern, ehrenamtlichen Helfern und engagierten Vereinen, die sich dem Erhalt der historischen Bauten und Stätten widmen: „Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Reichtums unseres kulturellen Erbes. Sie öffnen ihre Denkmale, die sonst nicht allgemein zugänglich sind, oder tragen dazu bei, Bekanntes einmal anders zu sehen.“

An einigen Denkmalen wird das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz „Handwerk, Technik, Industrie“ aufgegriffen. Unter der Organisation von Manfred Röver, Vorsitzender der Regionalen Architektur- und Kulturlandschaft und der IG Bauernhaus, wird am Beispiel der alten Hofstelle Scheier Straße 42, ein „Sorgenkind“, ein unsaniertes Gebäude, von innen und außen zu sehen sein.

Holzbildhauer und Fachwerksanierer sind auf einem Stand der IG Bauernhaus dabei. In der alten Lateinschule, die heute die Stadtbücherei beherbergt, wird der Dachboden mit seiner besonderen Konstruktion des Dachstuhls geöffnet – Beispiel eines Technik-Denkmals. Oder aber auf dem Großköthnerhof Evesen Nr. 7 an der Schaumburger Straße 21 die Herstellung eines Dielenfußbodens oder andere Restaurierungsmaßnahmen – unter der Beachtung heutiger energetischer Standards.

Ansonsten sind zahlreiche Denkmale zu besichtigen, die an die glanzvolle Vergangenheit der ehemaligen Residenzstadt Bückeburg mit ihrem prächtigen Stadtbild erinnern: Schloss, Mausoleum, Palais, Hubschraubermuseum oder das Museum an der Langen Straße. Dazu kommen Staatsarchiv, Hofreitschule, Landtag oder aber das Rathaus.

Ein besonderer Programmpunkt ist der alte jüdische Friedhof an der Birkenallee, um den sich nicht nur an diesem Tag der ehemalige Leiter der Geschichtswerkstatt, Klaus Maiwald, und einige Schüler kümmern werden. Hier ist um 12 Uhr die Enthüllung einer Gedenktafel für Erwin Rautenberg am Grab seines Vaters Leo Rautenberg vorgesehen. Es wird Führungen über den Friedhof geben, um 14 und 16 Uhr starten ab der Stadtkirche Rundgänge zum Thema „Bückeburg unterm Hakenkreuz“.

Mit dem Denkmalstag ist der Großraumentdeckertag verbunden. Hannoveraner können mit vergünstigten Tickets die Region bereisen. Am Bahnhof wird darüber informiert. Es werden Flyer ausgegeben, die in den kommenden Tagen in einer Auflage von 20 000 Stück an diversen Stellen ausliegen werden.




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