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Qualitätsmanagement am Adolfinum: Top-Niveau vorhanden, aber vielen unbekannt

„Auf uns wartet jede Menge Arbeit“

Bückeburg (rc). Während ihre Schüler noch die Zeugnisferien genossen, mussten die Lehrer des Adolfinums bereits schwitzen – nicht über der Korrektur von Arbeiten und Klausuren, sondern auf einem ganztägigen Qualitätsmanagementtag zur Fragestellung: Wie werden Unterricht und Schulleben verbessert und auf ein einheitliches und gutes Niveau gebracht? In mehreren Arbeitsgruppen wurde unter der Regie des Seminarleiters Gerhard Rosenthal intensiv an verschiedenen Bereichen gearbeitet, am Nachmittag die Ergebnisse dem gesamten Kollegium vorgestellt.

veröffentlicht am 05.02.2009 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 11:21 Uhr

Hoher Standard

Wie sowohl Rektor Ulrich Gosemann als auch der Seminarleiter sowie Kollegiums- und Elternvertreter während eines Pressegesprächs im Anschluss an den Tag mitteilten, sei festgestellt worden, dass das Adolfinum einen relativ hohen Standard in bestimmten Bereichen hat, es aber bisher versäumt worden sei, diese Stärken zu verknüpfen und auch entsprechend gegenüber der Öffentlichkeit darzustellen. Lehrermangel und der Ausfall von Stunden seien Probleme, die der Schule von außen aufgedrückt würden und an denen sie wenig ändern könne. Intern aber könne dafür gesorgt werden, dass zum Beispiel der Unterricht, der Umgang miteinander, die Einbindung der Eltern und Schüler, also das gesamte Leben an der Schule, gut laufe.

Während des Qualitätstages wurde auch eingehend am Entwurf für das neue Schulprogramm gearbeitet. Es wird die Ziele und Standards definieren, an denen sich künftig alle – auch nachprüfbar – zu orientieren haben. Die Vorschläge müssen jetzt noch einmal überdacht und überarbeitet werden, dann soll das etwa 15 Seiten umfassende Schulprogramm im Schulvorstand und abschließend in der Gesamtkonferenz abgesegnet werden. Angelehnt an die Wirtschaft, kann sich das Adolfinum das Schulprogramm nach der DIN 9001 zertifizieren lassen.

Verantwortlich für den Fortgang des Gesamtprozesses zeichnet eine Steuerungsgruppe, die gemeinsam mit dem Rektor dafür sorgt, dass die definierten Ziele umgesetzt und Prioritäten gesetzt werden. Lehrer, Eltern und Rektor unisono: „Auf uns wartet jede Menge Arbeit.“

Selbstvertrauen nötig

Dennoch stehe das Adolfinum aber schon recht gut da, wie Seminarleiter Gerhard Rosenthal sagte. Die Schule sei bereits „auf einem Top-Niveau, auch bei Feinheiten“, wie er festgestellt habe. Das Manko sei, dass keiner darüber spreche, sondern das Niveau als selbstverständlich angesehen werde: „Wir müssen ein anderes Selbstvertrauen hereinschieben.“ Als gut bezeichnete Rosenthal die Einbindung der Eltern in das Schulleben, die Gesamtatmosphäre, die von Freundlichkeit und gutem Umgang miteinander geprägt sei und auch das breite außerunterrichtliche Spektrum an diversen Arbeitsgemeinschaften.

Einige Ziele, Standards und Kontrollen, die sich das Adolfinum gesetzt hat:

Im Bereich Erziehung ein wertschätzender Umgang miteinander, der zum Beispiel dadurch umgesetzt wird, dass jeder Schüler die Hausordnung zu lesen und zu unterschreiben hat.

Der Unterricht soll auf Kompetenzstärkung, Anforderungsniveau und Qualität ausgerichtet sein. Alle drei Bereiche werden verbindlich im Fachcurriculum festgehalten und durch regelmäßige Überprüfungen durch die Schulleitung gesichert.

Außergewöhnliche Schüler werden wahrgenommen, begleitet und individuell gefördert. Zur Sicherung des Standards soll jeder Schüler einmal jährlich in seinen Kernfächern diagnostiziert und entsprechend gefördert werden.

Das Arbeitsklima wird durch einen respekt- und vertrauensvollen Umgang miteinander geprägt, das durch fünf gemeinsam entwickelte Regeln auf gleichem Standard gehalten wird.

In der externen Zusammenarbeit wird mit Betrieben und Unternehmen der Region für die Berufs- und Studienwahl der Schüler eng und kontinuierlich zusammen gearbeitet, es findet ein jährlicher Austausch statt.

Mit den Eltern wird eine konstruktive Zusammenarbeit in allen Gremien gepflegt; sie werden auch in allen Gremien vertreten sein.




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