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IGS: Neues pädagogisches Konzept bei Klausurtagung ausgearbeitet / Vorhandene Skepsis ausgeräumt

Aufbruchstimmung im Helpser Kollegium

Helpsen/Bergkirchen (gus). Eine Abordnung des Schulzentrums Helpsen hat bei einer Klausurtagung in Bergkirchen das pädagogische Konzept für die IGS ausgearbeitet. Schulleiter Jürgen Eggers sprach von Aufbruchstimmung. 22 Männer und Frauen, darunter zwei Elternvertreter, drei externe Lehrkräfte und ein Sozialpädagoge, „kasernierten“ sich zum Ende der vergangenen Woche im Bergkirchener Tagungszentrum ein, um an den Eckpunkten des Schulkonzeptes, das zunächst für den 5. Jahrgang gelten wird, zu feilen. Von Zwang aber keine Spur – Eggers betonte das harmonische und produktive Zusammenspiel aller Akteure.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:42 Uhr

Diese trugen zusammen, was in neun Monaten intensiver Arbeit – alles zusätzlich zum Unterricht – in Arbeitsgruppen vorbereitet worden war. Daraus strickten sie eine Art Grundsatzpapier, wie die ersten IGS-Schüler zu unterrichten sind.

Zu den offensichtlichsten Veränderungen gegenüber dem Unterricht eines 5. Real- oder Hauptschuljahrgangs zählt die Rhythmisierung des Unterrichts. Anstrengender und leichterer Unterricht sollen sich an jedem Schultag abwechseln. Das schafft nach Worten Eggers’ Freiraum, in dem Schüler eigenständig Arbeitsbereiche erschließen können. Damit dies gelingt, gehört zu den pädagogischen Maßgaben auch, dass die Lehrer ihre Schüler in puncto Lernkompetenzen stärken. Denn die Jungen und Mädchen benötigen entsprechendes „Werkzeug“, um eigenständig lernen zu können.

Groß geschrieben wird auch das Konzept „Fordern und Fördern“. Lernschwache oder aus anderen Gründen in Rückstand geratene Schüler erhalten Unterstützung, um Anschluss an den Rest der Klasse zu bekommen. Derweil gilt es, die „Überflieger“ einer Klasse, die den aktuellen Stoff spielend beherrschen, zu fordern, sprich: ihnen zusätzliche Betätigungsfelder zu geben.

Dabei kann ein neuer Trumpf ausgespielt werden. In den IGS-Klassen gibt es zwei gleichberechtigte Klassenlehrer. Im Idealfall kümmert sich einer davon verstärkt um die zu fördernden und einer um die zu fordernden Kinder. Ebenfalls auf individuelles Lernen zielen so genannte Neigungskurse ab. In fünf Bereichen werden an einem Tag pro Woche unterschiedliche Kurse angeboten, die dazu beitragen, dass Schüler ihre Stärken erkennen, erklärt Lehrerin Sybille Rebiger.

Das gesamte Paket, das die Mitwirkenden für die IGS Helpsen geschnürt haben, lässt Eggers gelassen in die Zukunft blicken. Es herrsche Aufbruchstimmung in Richtung IGS und Zuversicht, dass daraus eine Erfolgsgeschichte wird. In den vergangenen Monaten sei es gelungen, teilweise vorhandene Skepsis auszuräumen. Rebiger bestätigt, dass sie anfangs ihre Zweifel an den Vorzügen einer IGS hatte. Das sei nun nicht mehr der Fall.

Weiter geht es auf dem Weg zur Gesamtschule mit einer Informationsveranstaltung für Eltern. Diese erfahren die Details des pädagogischen Konzepts am Montag, 9. März, 9 Uhr, im Schulzentrum Helpsen. Am Freitag, 20. März, ist die Schule zwischen 16 und 18 Uhr für Viertklässler und deren Eltern geöffnet, die sich unter anderem über den Stand der Umbauarbeiten informieren können.

Jetzt kann’s losgehen: Die Teilnehmer der Klausurtagung blicken optimistisch in die Zukunft der IGS Helpsen.

Foto: gus




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