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Kurzarbeit bei Bornemann: Gewerkschaft und IHK hoffen auf schnelle Besserung der Lage

„Auftragsloch“

Obernkirchen. Seit dem 1. März herrscht bei der ITT Bornemann GmbH Kurzarbeit. Geschäftsführung und der Betriebsrat hatten sich in den vergangenen Tagen auf diesen Schritt verständigt – „gemäß Tarifvertrag“, wie Thorsten Gröger, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Nienburg-Schaumburg betont. Die Belegschaft sei gemeinsam vom Betriebsrat und der Geschäftsführung über die Anmeldung der Kurzarbeit informiert worden, ergänzt der Gewerkschafter. Formal seien dabei sämtliche Vorgaben eingehalten worden.

veröffentlicht am 03.03.2014 um 19:58 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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„Auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen sehe ich in der Kurzarbeit eine Reaktion auf ein kurzfristiges Auftragsloch“, betont Gröger. Ein genereller Mangel an Aufträgen lasse sich aus diesem Schritt nicht ableiten. Auch eine Bewertung der Lage bei der ITT Bornemann GmbH könne und wolle er auf dieser Informationsbasis nicht treffen.

Auch Martin Wrede, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen, streicht heraus, dass Kurzarbeit als ein „Interimsinstrument“ zu betrachten ist, „um damit bestimmte Phasen zu überbrücken“. Die Entscheidung der ITT Bornemann GmbH sei daher eine Reaktion auf eine entsprechende Situation.

„Wir haben starke Aktivitäten im Food- und Pharma-Geschäft und in den globalen Öl- und Gas-Projekten, allerdings haben wir in den letzten Quartalen eine Schwäche im Industrie- und Marine-Sektor verzeichnen müssen“, erklärte das Unternehmen in einer kurzen Pressenotiz am vergangenen Freitag, in der es über die Anmeldung der Kurzarbeit informierte. Man bemühe sich jedoch, durch einen aggressiven Ausbau des Vertriebsnetzes dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Das Obernkirchener Unternehmen hatte bereits im Frühjahr 2009 Kurzarbeit für den Bereich Kunststofftechnik und Pumpen angemeldet. Damals begründete die Unternehmensleitung um Geschäftsführer Gero von der Wense die Entscheidung mit einem Gewinneinbruch und Umsatzrückgang im Vorjahr sowie der allgemeinen Finanzkrise.




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