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Ausschuss will mehr Informationen, ehe die Spielplätze der Stadt neu ausgestattet werden

Augenmaß statt Schnellverfahren

Rodenberg. Es gibt viel zu tun auf Rodenbergs Spielplätzen. Doch anpacken wollen es die Politiker der Deisterstadt mit Augenmaß. Die Verwaltung soll dem Ausschuss für Familie, Jugend und Soziales sobald wie möglich Daten liefern, die als Entscheidungshilfe dabei dienen, wie welcher Spielplatz künftig ausgestattet wird.

veröffentlicht am 06.04.2016 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

06. April 2016 17:03 Uhr

Rodenberg. Es gibt viel zu tun auf Rodenbergs Spielplätzen. Doch anpacken wollen es die Politiker der Deisterstadt mit Augenmaß. Die Verwaltung soll dem Ausschuss für Familie, Jugend und Soziales sobald wie möglich Daten liefern, die als Entscheidungshilfe dabei dienen, wie welcher Spielplatz künftig ausgestattet wird.

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Größtes Sorgenkind war bei der Sitzung des Ausschusses der Spielplatz am Mozartweg, wo fast sämtliche Spielgeräte wegen einer Holzfäule abgeräumt werden mussten. Der Gestaltungsvorschlag der Verwaltung sieht neue Spielgeräte zum Gesamtpreis von knapp 19 000 Euro vor. Demnach sind eine Kletterwand, eine Nestschaukel, ein Balancierpfad, eine Kletterkombination mit Turm und Rutsche, ein Wippetier und eine Reck-Kombination geplant. Den Vorschlag lobten die Politiker, doch der Zeitpunkt der Umsetzung blieb offen.

Denn auf vielen der insgesamt 13 städtischen Spielplätze besteht aktuell Handlungsbedarf. Und deshalb brachte Erhard Steege (CDU) auch die Möglichkeit ins Spiel, der Verwaltung Prokura über 40 000 Euro zum Zweck der Gerätebeschaffung für alle Spielplätze zu erteilen. Und zwar subito – Steege wollte keine Zeit verlieren.

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Doch das ging den restlichen Mitgliedern des Ausschusses zu schnell. Zwar breche in der Tat die Zeit des Jahres an, in der die Knirpse die Spielplätze stürmen, doch im Ausschuss überwog die Neigung, strategisch vorzugehen, um nicht unnötig Geld auszugeben. Eine Strategie bestand darin, dass die Verwaltung feststellt, wie viele Kinder welchen Alters in den Einzugsgebieten der einzelnen Spielstätten leben.

Schon die Vorlage zur jetzigen Sitzung wurde ausdrücklich gelobt. Anhand der Angaben sollen die Mitarbeiter im Rathaus auch gleich Vorschläge unterbreiten, welche Geräte auf welchen Platz kommen könnten. Dies galt jedoch nur für jene Spielplätze, wo aktuell Handlungsbedarf besteht.

In einer späteren Sitzung – noch vor den Sommerferien, hieß es – wollen die Politiker dann die Einzelheiten beschließen, wobei die „Möblierung“ des Spielplatzes Mozartweg schon diesmal inhaltlich unstrittig war. Uwe Märtens und Hans-Dieter Brand regten allerdings an, auch über die Beschaffenheit der Spielgeräte zu diskutieren, sprich: Holz, Kunststoff oder Metall? Deshalb soll die Verwaltung auch diesbezüglich unterschiedliche Varianten vorlegen.

Eine andere mögliche Strategie brachten Katrin Weigt (CDU) und Renate Volk (SPD) ins Spiel: Die Stadt könnte sich auf zwei voll ausgestattete Spielplätze – beispielsweise Burgwall und Mozartweg – konzentrieren und die übrigen Areale nur nach Bedarf ausstatten. Auch dabei könnte die Altersstruktur der jeweiligen Nachbarschaft herangezogen werden.