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Verkehrskontrolle eskaliert / Bewährungsstrafe

Autofahrer (25) schlägt und beleidigt Polizisten

Rinteln/Bückeburg (maf). Das aggressive Verhalten eines 25-jährigen Autofahrers gegenüber zwei Polizeibeamten hat das Landgericht Bückeburg mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen auf Bewährung sowie 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit geahndet. Während einer Verkehrskontrolle hatte der Rintelner die beiden Polizisten mehrfach übel beleidigt und ins Gesicht beziehungsweise gegen den Kopf geschlagen.

veröffentlicht am 03.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Im Mai vorigen Jahres führten die Beamten mit einem Videowagen eine routinemäßige Verkehrsüberwachung durch. Dabei fiel ihnen der Angeklagte auf, der mit seinem Opel auf der B 83 mit deutlichüberhöhter Geschwindigkeit (141 Stundenkilometer) unterwegs war. Sie folgten dem Wagen und stoppten den Verkehrssünder auf einem Parkplatz nahe Steinbergen. Der 25-Jährige regte sich gleich auf, fühlte sich provoziert und lamentierte, dass die anderen ja genauso schnell fahren würden. Dann zeigte er seinen Fahrzeugschein, verweigerte aber die Herausgabe des Führerscheins und beschimpfte einen der Polizisten als "fettes Schwein". Die Situation eskalierte, als der Beamte den Rintelner durchsuchen wollte und einen leichten Schlag ins Gesicht abbekam. Sein im Streifenwagen sitzender Kollege eilte hinzu und wurde ebenfalls von dem aggressiven Autofahrer attackiert: Er erhielt einen Faustschlag gegen den Kopf. Nach dem Einsatz eines Pfeffersprays und mit vereinten Kräften gelang es den Ordnungshütern schließlich, den renitenten Mann festzunehmen. Vor zwei Monaten ist der von Rechtsanwalt Dr. Norman Inoue verteidigte Angeklagte für diese Taten vom Rintelner Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 700 Euro verurteilt worden. Gegen diese Entscheidung legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein, weil ihr die Sanktion zu gering war. Mit Erfolg: Die 4. Kleine Strafkammer unter Vorsitz von Richter Friedrich von Oertzen folgte nun demAntrag von Staatsanwalt Reinhard Meffert und verhängte eine Bewährungsstrafe.




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