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Gesungen, gesteppt und fingergeschnippt: "Steptokokken" begeistern das "Nachtausgabe"-Publikum

Bachsche Unfuge und ein Keksdosen-Groove ...

Bückeburg (bus). Eine prächtige Einstimmung auf die Weihnachtszeit haben am Dienstag die Besucher der "Nachtausgabe" erlebt. Die von der Volksbank in Schaumburg und unserer Zeitungsgruppe präsentierte Serie bot in der Schalterhalle des Geldhauses mit dem "Grippenspiel" der "Steptokokken" allerdings eine Mixtur aus Liedern, Märchen und Steppgebäck, in der die unsinnlichen den besinnlichen Momenten reichlich Konkurrenz machten.

veröffentlicht am 07.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Das einzige Paar Bakterien, das man mit bloßem Auge erkennen kann, Inken Röhrs und Elisa Salamanca, tourt seit 1993 durch ganz Deutschland. Dabei entwickelte das aus Hildesheim stammende Duo eine eigene Art virulenter Unterhaltungskunst, mit der es auf Bühnen und Festivals, auf Krankenhausfluren und Medizinerbällen die Zuhörerschaft gleichermaßen infiziert wie amüsiert. Wohin die Weihnachtsreise geht, wird bereits in der Anmoderation der sympathischen Multitalente deutlich. "Wir stehen für Krankheit und Unterhaltung in einem", klären Röhrs und Salamanca auf. Sie würden den 1,25ten Advent "begehen, bis Sie Schmalzherzen bekommen". Was folgt ist eine akkurat gemischte Nummernreihe, in der Ross und Nikolaus ebenso zu ihrem Recht kommen wie internationale Weihnachtsweisen, eine Bachsche Unfuge, ein Keksdosen-Groove und die Top Ten der ärgsten Fälle - Pill Crosby, Placebo Domingo, Krank Sinatra ... Die Stücke kommen gesungen, getrommelt, geblockflötet, gesteppt und fingergeschnippt daher. Dass zwischen Plätzchenkonzert und dem finalen "Ich habe Leibweh" (angelehnt an "Krank" Sinatras "I did it my way") die niveauvolle Komik nicht in platten Klamauk umkippte, verlieh dem Abend eine zusätzliche, charmante Note. Die Hoffung der Steptokokken, dem Auditorium einen schönen Abend "beschoren" zu haben, fand keinerlei Widerspruch. Zumal die "kranken" Schwestern, kurzfristig in die Rolle einer Putzkolonne geschlüpft, das Publikum wissen ließ: "We wisch you a merry Christmas."




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