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Maroder Fachwerk-Giebel droht auf die Bundesstraße 441 zu fallen

Bagger beseitigt Einsturzgefahr

Hagenburg (jpw). Der Abriss des Giebels eines akut vom Einsturz bedrohten Fachwerkhauses hat in Hagenburg zu einer Vollsperrung der Bundesstraße 441 geführt. Der Besitzer hatte die Gefahr entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

veröffentlicht am 07.10.2008 um 00:00 Uhr

Seit langem galt das 156 Jahre alte Fachwerkhaus in der Häuserzeile "Bohnenkamp" in der Langen Straße als latent einsturzgefährdet. Die beiden Schornsteine waren bereits im vergangenen Jahr von der Firma Schaer entfernt worden. Das Unternehmen musste wieder mit dem Bagger anrücken. Der Grund: Der Giebel des seit Jahrzehnten unbewohnten Hauses drohte auf die Bundesstraße zu stürzen. "Der Eigentümer hat es selbst bemerkt und uns angerufen", sagte Ortsbrandmeister Christian Röhl. Nicht zuletzt wegen angekündigter Herbststürme benachrichtigte die Feuerwehr wiederum die Polizei, die die Lange Straße von der Schierstraße bis zum Försterteich sperrte und den Verkehr für mehrere Stunden durch das Gewerbegebiet umleitete. Unterdessen drückte Joachim Schaer mit seinem Bagger den gesamten Giebel und einen Teil des Dachstuhls des Hauses nach innen, um die drohende Gefahr für die Nachbarhäuser und die Straße zu bannen. Mit Blick auf dieses und das benachbarte, ebenfalls latent einsturzgefährdete Haus hatte der Rat der Gemeinde Hagenburg am Dienstag der vergangenen Woche über eine Neufassung der Gestaltungsvorschriften für den Ortskern beraten und einen Planungsprozess begonnen, an dessen Ende es künftig einfacher werden soll, dieses und ähnliche Altbauten durch einen zeitgemäßen Neubau zu ersetzen.




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