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Beim Bau des Rückhaltebeckens weitere Altlasten auf der Aue-Insel in Meinsen gefunden

Baggerfahrer stößt auf brisante Überraschung

Meinsen (rc). Bei den Baggerarbeiten zum Bau eines Rückhaltebeckens auf der Aue-Insel im Ortsteil Meinsen sind im Bereich der Aue-Uferböschung noch Altlasten frei gelegt worden. Nachdem er üble Gerüche wahrgenommen hatte, stoppte der Baggerführer sofort seine Arbeiten und ließ einen bereits beladenen Lkw den verseuchten Boden auf einer Betonfläche abkippen. Danach wurde großflächig ausgekoffert und der weitere Boden ebenfalls auf der Betonfläche abgelagert und mit Planen zugedeckt.

veröffentlicht am 06.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Mittlerweile hat ein eingeschalteter Sachverständiger den Boden in Augenschein genommen und Proben entnommen, teilte Bau-Fachbereichsleiter Karlheinz Soppe auf Anfrage mit. Offensichtlich handle es sich um Lösungsmittel, die - neben Bauschutt - in den Boden gelangt sind. Nach Analyse der Proben soll der Boden auf einer geeigneten Deponie entsorgt werden. Vermutlich stammen auch die jetzt freigebaggerten Altlasten aus derÄra eines Kfz-Betriebes, der dort bis Anfang der neunziger Jahre seinen Sitz hatte. Immer wieder waren damals von Anwohnern massive Vorwürfe erhoben worden, dass dort mit Umweltschutzbestimmungen äußerst lax umgegangen werde. Dies bestätigte sich nach der Pleite des Betriebes, als die Stadt Gutachter einschaltete, die an mehreren Stellen Altlasten fanden. Die Altlasten wurden damals ausgebaggert, offensichtlich aber wohl nicht alle. Nach längerem planerischen Hin und Her entsteht auf der Aue-Insel bis Ende des Jahres ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 5000 Kubikmeter. Die Hochwasserschutzmaßnahme kostet 146 000 Euro, 70 Prozent werden über Förderzuschüsse finanziert.




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