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75 Prozent Förderzusage trösten die Gemeinde Haste über 240 000 Euro Mehrkosten hinweg

Bahnprojekt startet im Januar

Haste (tes). Erleichterung im Rat Haste: Die Beseitigung der Bahnübergänge rückt in greifbare Nähe. Nachdem Grundstückseigentümer Heinz-Konrad Rohrßen seine Klage zurückgezogen hatte (wir berichteten), ist der Planfeststellungsbeschluss für die Bahnüberführungen bestandskräftig.

veröffentlicht am 13.12.2012 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:22 Uhr

Damit ist der Weg frei für den Start des Mammutprojektes der Bahn und die Bewilligung von Fördergeld nach dem Entflechtungsgesetz, teilte Heinrich Bremer mit. Die Bahn als Projektträger arbeite mit Nachdruck an einem Baustart im April/Mai 2013. Aufträge für die Vorarbeiten gehen in den nächsten Tagen raus. „Im Januar werden die ersten Bäume gefällt“, freute sich Bürgermeister Sigmar Sandmann über die positive Entwicklung des Projektes, das Haste und Hohnhorst seit Jahrzehnten beschäftigt.

Die Kosten werden zwischen Bund, Land und Baulastträgern aufgeteilt. Einziger Wermutstropfen: Der Gemeinde Haste entstehen Mehrkosten in Höhe von knapp 240 000 Euro. Der Rat beschloss einstimmig, 1,24 Millionen Euro für die Maßnahme mit Verlängerung des Bahnhofstunnels für Fußgänger und Radfahrer bis zum Scheller im Haushalt 2013 bereitzustellen – verteilt auf die Jahre 2013 bis 2015. Im kommenden Jahr fallen die ersten 233 000 Euro an.

Noch am gleichen Tag kam ein Trostpflaster von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Nach einer Prüfung erhält Haste die Höchstförderung in Höhe von 75 Prozent. Bisher war die Gemeinde von 60 Prozent ausgegangen, ergänzte Bremer. Die Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn sei bereits im November unterzeichnet worden.

Auch wenn sich die Kosten gewaltig anhörten, begrenze der Zuschuss den Gesamtaufwand für die Gemeinde voraussichtlich auf 300 000 Euro, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz-Joachim Gresel. Insbesondere in der Finanzierung einer Anbindung für Fußgänger und Radfahrer sieht er „eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen“. Auch die CDU stimmte zu, „in den sauren Apfel zu beißen“, bestätigte deren Fraktionsvorsitzender Horst Gümmer: „99 Prozent der Haster sind es satt, vor dem Bahnübergang zu stehen. Das gilt besonders für die Wilhelmsdorfer, scherzte Gümmer: „Die würden sonst eine eigene Gemeinde gründen.“




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