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Banken sind bei Gebühren zurückhaltend

Stadthagen. Bereits im Mai hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass die von vielen Banken veranschlagte Bearbeitungsgebühr bei Privatkrediten unzulässig ist. Jüngst entschieden die Richter in einem zweiten Urteil, dass Verbraucher die Gebühren für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren zurückverlangen können.

veröffentlicht am 30.10.2014 um 16:43 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:37 Uhr

Schätzungen zufolge kommen auf die Banken in Deutschland Rückforderungen in Milliardenhöhe zu. Auch die heimischen Institute sind betroffen, bleiben aber vorsichtig gelassen und wollen die schriftliche Urteilsbegründung abwarten.

Reinhard Schreeck, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg, sagt: „Eine weitergehende Bewertung ist erst möglich, wenn die Gründe zu den Urteilen veröffentlicht sind.“ Ähnlich sieht es Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg: „Wir können die aktuellen Auswirkungen erst abschätzen, wenn die Urteilsbegründung vorhanden ist.“ Holger Brandt, Prokurist der Volksbank Hameln-Stadthagen, pflichtet bei: „Maßnahmen können erst ergriffen werden, wenn die Begründung da ist.“

Einig sind sich alle Vertreter der örtlichen Kredit-Institute, dass sie allen berechtigten Ansprüchen der Betroffenen gerecht werden wollen. Die Bearbeitungsgebühren für Privatkredite haben die örtlichen Banken nach Angaben der Verantwortlichen schon in den vergangenen Jahren abgeschafft, als sich Oberlandesgerichte mit der Unzulässigkeit von Gebühren beschäftigt haben. js




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