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Aufschwung "zeitverzögert" bald auch in Rinteln / Langfristig mit steigenden Zinsen zu rechnen

Banker: Mit Optimismus in das Jahr 2007

Rinteln (wm). Sparkassenvorstandsmitglied Günther Klußmeyer und Ansgar Haverkamp, Geschäftsbereichsleiter der Volksbank in Rinteln, gehen davon aus, dass der wirtschaftliche Aufschwung im Laufe des nächsten Jahres - wenn auch zeitverzögert - in Rinteln und der Region ankommt.

veröffentlicht am 30.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Günther Klußmeyer

Bei den heimischen Geldinstituten fokussieren sich zwangsläufig die Trends in der heimischen Wirtschaft wie auf den Immobilien- und Grundstücksmärkten. Beide Banker sehen die Lage grundsätzlich optimistisch, wobei Klußmeyer einräumt, selbstverständlich sei "vieles auch Psychologie". Außerdem dürfe man nicht vergessen, erinnerte Klußmeyer, "viele Firmen haben auch etwas aufzuholen". Deutliche Unterschiede, betonte Haverkamp, gebe es in den Branchen: "Bei Nahrungsmitteln ist es sicher anders als in der Technologiebranche." Grundsätzlich könne man der Wachstumsprognose wohl trauen. Der Sondermaschinenbau beispielsweise melde bereits gute Aufträge, ein Beweis dafür, so Haverkamp, "es wird tatsächlich wieder investiert". Beide Banker empfehlen allen, die in absehbarer Zeit bauen wollen, jetzt mit ihren Geldinstituten zu sprechen. Klußmeyer geht wie Haverkamp davon aus, dass es zunächst eine "Seitwärtsbewegung" bei den Zinsen geben wird, sie also auf gleichem Niveau bleiben, aber langfristig, vielleicht sogar schon in der zweiten Jahreshälfte, würden die Zinsen voraussichtlich ansteigen. Bei Anlagen, so Haverkamp, sollte man mittelfristig kalkulieren, es ergebe aber keinen Sinn, auf den Zinsanstieg zu warten. Der Markt für Baugrundstücke habe sich beruhigt, aber "etwas geht immer", schilderte Klußmeyer. Er gehe davon aus, dass die Nachfrage wieder deutlich anziehen wird. Entscheidend für die Vermarktung und den Preis sei die Lage eines Grundstücks. Und auch ein Trend: Wo es wenig Bauland gibt, in kleinen Gemeinden, gebe es eine Nachfrage nach Baugrundstücken schon aus dem Ort heraus. Bei ländlichen Immobilien sei mit Wertabschlägen zu rechnen, während städtische Lagen gewinnen. Das sei auch logisch, betonte Klußmeyer, seit die steigenden Kosten für Mobilität Familien zum genauen Rechnen zwingen. Haverkamp kann sich vorstellen, dass im Geschosswohnungsbau demnächst mehr investiert wird: "Als die Preise nachgegeben haben, ist sicher manches nicht auf den Markt gekommen, da liegen fertige Pläne in der Schublade."

Ansgar Haverkamp
  • Ansgar Haverkamp



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