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Mittlerweile werden – oder wurden - 402 neue Wohnungen in Bückeburg gebaut

Bauboom ungebrochen

BÜCKEBURG. An allen Ecken und Enden der Stadt wird gebaut, ragen Baukräne in den Himmel, müssen Autofahrer Umwege in Kauf nehmen, weil Straßen gesperrt oder kurzfristig nicht passierbar sind, weil Lkw be- und entladen, Baumaterialien angeliefert werden. Circa 300 neue Miet-, Eigentums- oder Senioren-Wohnungen entstehen, wie unsere Zeitung bereits mehrfach berichtet hat. Aber das ist nicht das Ende der Fahnenstange. In den vergangenen Monaten sind weitere Neubauprojekte hinzugekommen. Inzwischen beläuft sich die Zahl der bereits fertiggestellten, im Bau befindlichen oder projektierten Neubauten auf 402 Wohnungen. Wo überall gebaut wird und wie es um Vermietung oder Verkauf steht, lesen Sie morgen in Ihrer SZ/LZ oder hier:

veröffentlicht am 11.10.2018 um 15:55 Uhr
aktualisiert am 11.10.2018 um 17:10 Uhr

Hannoversche Straße: 18 neue Mietwohnungen. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Und: Die Nachfrage ist da, wie eine Umfrage bei den Bauherren oder Vermarktern ergab. Die bereits fertiggestellten Neubauten sind fast komplett vermietet oder verkauft, bei den begonnenen Bauten ist rund die Hälfte entweder fest reserviert oder steht kurz vor der notariellen Beurkundung.

Ein – unvollständiger – Überblick der Projekte:

Die neu hinzugekommen Projekte:

Falkingsviertel: 18 Eigentumswohnungen in zwei Stadtvillen: Foto: rc
  • Falkingsviertel: 18 Eigentumswohnungen in zwei Stadtvillen: Foto: rc
Hinter der Stadtkirche: 21 Eigentumswohnungen. Foto: rc
  • Hinter der Stadtkirche: 21 Eigentumswohnungen. Foto: rc
Ehemalige Gaststätte Fenker: 17 Eigentumswohnungen. Foto: rc
  • Ehemalige Gaststätte Fenker: 17 Eigentumswohnungen. Foto: rc
Friedrich-Bach-Straße: 26 Miet- und Eigentumswohnungen. Foto: kk
  • Friedrich-Bach-Straße: 26 Miet- und Eigentumswohnungen. Foto: kk
Wallstraße: 30 Seniorenwohnungen, es können aber auch Mietwohnungen werden. Foto: rc
  • Wallstraße: 30 Seniorenwohnungen, es können aber auch Mietwohnungen werden. Foto: rc
Schulstraße: Das ehemalige Reformhaus Bünte und das dahinter liegende Fachwerkhaus werden abgerissen, die Stadtvilla (r.) saniert. Foto: rc
  • Schulstraße: Das ehemalige Reformhaus Bünte und das dahinter liegende Fachwerkhaus werden abgerissen, die Stadtvilla (r.) saniert. Foto: rc
Scheier Straße: 28 Mietwohnungen. Foto: rc
  • Scheier Straße: 28 Mietwohnungen. Foto: rc
Herder-Quartier: 37 Miewohnungen. Foto: rc
  • Herder-Quartier: 37 Miewohnungen. Foto: rc
Ecke Wallstraße/Neue Straße: Fünf Mietwohnungen. Foto: rc
  • Ecke Wallstraße/Neue Straße: Fünf Mietwohnungen. Foto: rc
Falkingsviertel: 18 Eigentumswohnungen in zwei Stadtvillen: Foto: rc
Hinter der Stadtkirche: 21 Eigentumswohnungen. Foto: rc
Ehemalige Gaststätte Fenker: 17 Eigentumswohnungen. Foto: rc
Friedrich-Bach-Straße: 26 Miet- und Eigentumswohnungen. Foto: kk
Wallstraße: 30 Seniorenwohnungen, es können aber auch Mietwohnungen werden. Foto: rc
Schulstraße: Das ehemalige Reformhaus Bünte und das dahinter liegende Fachwerkhaus werden abgerissen, die Stadtvilla (r.) saniert. Foto: rc
Scheier Straße: 28 Mietwohnungen. Foto: rc
Herder-Quartier: 37 Miewohnungen. Foto: rc
Ecke Wallstraße/Neue Straße: Fünf Mietwohnungen. Foto: rc

An der Ecke von Wiegmannstraße und Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße gegenüber dem Adolfinum soll ein Neubau mit zwölf Wohneinheiten gebaut werden. Ein Bauherr aus dem Westfälischen ist beim Bauamt der Stadt mit entsprechenden Plänen vorstellig geworden.

Gegenüber auf dem Gelände der abgerissenen Sauna Zank soll eine repräsentative Villa im klassizistischen Stil gebaut werden. Mindestens fünf Wohneinheiten sollen entstehen. Der Bauausschuss hat der Änderung des B-Plans zugestimmt.

Am Kreisel Georgstraße werden die beiden denkmalgeschützten Villen saniert und im hinteren Bereich zwei Neubauten errichtet. Entgegen den ursprünglichen Planungen werden jetzt doch überwiegend Wohnungen und voraussichtlich nur noch eine Geschäftsfläche errichtet. Nach Angaben von Bau-Ingenieur Volker Wehmeyer ist das Vorhaben so weit abgestimmt, dass in Kürze der Bauantrag eingereicht wird. Baubeginn wird im Frühjahr sein: „Wenn wir Handwerker finden.“

An der Scheier Straße wird Hermann Kempf ein Gebäude mit 28 barrierefreien Mietwohnungen in Größen zwischen 60 bis 120 Quadratmetern und Tiefgarage errichten. Baubeginn ist im Frühjahr 2019. Investitionssumme: im mittleren Millionenbereich.

Im Bethel-Quartier entstehen – neben 131 Pflegeplätzen – in zwei Gebäuden auf der alten Tiefgarage 28 Wohneinheiten in der Service-Wohnanlage des Seniorenkompetenzzentrums. Baubeginn ist im Frühjahr 2019.

An der Petzer Straße will der Trägerverein des Evangelischen Altenheims – neben einem neuen Pflegeheim mit rund 80 Plätzen – zusätzlich bis zu 30 Seniorenwohnungen bauen.

Über die Kernstadt verteilt sind weitere kleine Projekte mit bis zu fünf Wohneinheiten gegenüber dem Bauamt zur Genehmigung eingereicht worden oder bereits im Bau – sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen – wie etwa an der Ecke von Wall und Neuer Straße (5), am Unterwallweg (3), der Schwenstraße (5) oder der Wallstraße (4).

Ein Bauvorhaben ist der Abriss des ehemaligen Reformhaus Bünte an der Schulstraße und des dahinter liegenden, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkgebäudes an der Kestner-Straße. Hier wird ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut. Es läuft ein Antrag auf Aufhebung des Denkmalschutzes. Ein Investor hat die Gebäude samt der angrenzenden Stadtvilla von der Hofkammer gekauft. Die Villa wird saniert.

Die bereits begonnenen Projekte:

Hinter der Stadtkirche hat der Bau von 21 Eigentumswohnungen im höherpreisigen Segment begonnen. Nachdem sich die Baugenehmigung hingezogen hat, ist die Fertigstellung für März 2020 vorgesehen. Die Nachfrage bezeichnete Geschäftsführer Achim Lüders von der Sparkassen-Tochter IDB als „sehr gut“. Knapp die Hälfte der Wohnungen ist fest reserviert oder steht kurz vor Unterzeichnung der notariellen Verträge.

Ähnlich sieht es mit dem Bau von 26 Miet- und Eigentumswohnungen an der Friedrich-Bach-Straße aus. Sie werden im Frühjahr 2019 fertig. Hier bezeichnete Lüders die Nachfrage als „gut“. Auch hier stehen erste Verträge kurz vor der Unterzeichnung. Nicht alle Wohnungen gehen in den Verkauf, sondern werden vom Investor vermietet.

An der Obertorstraße sind auf dem Gelände der ehemaligen „Alten Kate“ fünf von zwölf Wohnungen verkauft. Auch hier: Die Nachfrage ist da. Im Frühjahr 2019 ist der Bau fertig.

An der Hannoverschen Straße ist auf dem ehemaligen Tankhof Harting im ersten Abschnitt mit dem Bau von 16 Mietwohnungen sowie zwei Penthouses begonnen worden. Die Wohnungen haben eine Größe zwischen 46 und 63 Quadratmetern. Insgesamt werden mindestens 24 Wohneinheiten gebaut.

Das Herder-Quartier mit seinen 37 Mietwohnungen und drei Ladenlokalen wird im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein. Auch hier ist die Hälfte der Wohnungen fest reserviert. Bereits im Oktober eröffnet die Diakonie eine Tagespflege im Herderhaus.

Auf der Fläche der ehemaligen Gaststätte Fenkner hat ebenfalls der Bau von 17 barrierefreien Eigentumswohnungen in Größen zwischen 85 bis 100 Quadratmetern samt Tiefgarage und Fahrstuhl begonnen. 2019 wird dieses Gebäude bezugsfertig.

Die vollendeten Projekte:

An der Gartenstraße sind die beiden Gebäude mit ihren 20 Wohneinheiten nach Angaben des Bauherrn Hermann Kempf komplett vermietet – bis auf ein Penthouse, an dem es noch Restarbeiten zu erledigen gab.

Die zehn Wohnungen in zwei Gebäuden an der Bergdorfer Straße sind fertig. Der Verkauf beziehungsweise die Vermietung läuft – was Bauherr Alfred Viehmann als „nicht ganz so einfach“ bezeichnete.“

Das Wohnheim der Blindow-Schule mit zehn Wohneinheiten an der Herminenstraße ist fertig. Die Vermietung: natürlich kein Problem.

Die noch nicht begonnenen Projekte:

Aus „innerbetrieblichen Gründen“ ist nach Angaben von Uwe Bilges der Bau von sieben Wohneinheiten am Unterwallweg und die Sanierung des Altgebäudes gegenüber der Ausfahrt Dr.-Witte-Platz an der Wallstraße auf den Sommer 2019 verschoben.

Es war eines der ersten Projekte zu Beginn des Baubooms in Bückeburg: der Bau von 30 Seniorenwohnungen auf der Fläche der alten Wäscherei Eggers zwischen Wallstraße und Unterwallweg mitten in der Altstadt. Trotz mehrfacher Beratungen im Bauausschuss und Vorstellung detaillierter Pläne sowie deutlicher Kritik an der Arbeit der Bauverwaltung hat sich bis heute nichts getan.

Das Projekt ist aber nicht zu den Akten gelegt, wie Eigentümer Dietmar Eggers im Gespräch mit unserer Zeitung versicherte. Vielmehr sind notwendige Vorarbeiten erledigt worden. Der letzte Mieter ist ausgezogen. Mit dem Mobilfunkbetreiber ist eine Übereinkunft erzielt worden, dass die auf Schornstein und Gebäude montierten Antennen Ende 2019 auf das Dach der gegenüber liegenden Dr.-Faust-Halle kommen.

Derzeit gebe es „mehrere Interessenten“, mit denen er im Gespräch sei, so Eggers weiter: „Es wird sich etwas ergeben.“ Die Seniorenwohnungen seien“nicht in Stein gemeißelt“. Denkbar sei auch der Bau von Mietwohnungen. Er oder sein Unternehmen (DBL Eggers) würden das Projekt nicht umsetzen: „Das gehört nicht zu unserer Kernkompetenz.




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