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Für sichere Überquerung der Bundesstraße 441: Bushaltestelle muss verlegt und Bürgersteig verbreitert werden

Bedarfsampel mit Signalknopf statt Zebrastreifen

Hagenburg (jpw). Was vor rund 42 Jahren in Hagenburg auf der Bundesstraße 441 als einfacher Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen begonnen hat, wird im nächsten Jahr als Dunkelampel für rund 80 000 Euro zurückkehren.

veröffentlicht am 20.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:42 Uhr

Im Gegensatz zu einer standardmäßigen Lichtzeichenanlage springt eine Dunkelampel nur an, wenn ein Fußgänger oder Radfahrer vorher auf den Signalknopf drückt. Eine solche Anlage wird auch Bedarfsampel genannt.

Gemeindedirektor Jörn Wedemeier hatte nach der jüngsten Sitzung des Hagenburger Rates Vollzug gemeldet: „Wir warten derzeit auf das Ergebnis der Vorabprüfung des Entwurfes der Straßenverkehrsbehörde in Hameln“, teilte Wedemeier mit. Die Verkehrssicherheitskommission des Landkreises billigte das Vorhaben der Gemeinde bereits. Die Planung stellt sich als etwas kompliziert dar, weil eigens für die Aufstellung der Ampel die benachbarte Bushaltestelle umgelegt und auch der Bürgersteig verbreitert werden muss.

„Die straßenbaurechtliche Genehmigung muss dann noch erteilt werden“, sagte Wedemeier, anschließend könne die Ausschreibung laufen. Die Gemeinde rechnet damit, die Ampel im nächsten Jahr aufstellen zu können. Damit würde aus Sicht der Hagenburger Kommunalpolitik ein rund zwölfjähriges Sicherheitsvakuum an dieser Stelle beendet. 2001 hatte der Landkreis den Zebrastreifen offiziell aufgehoben und im Zuge der Fahrbahnerneuerung „zuteeren“ lassen, wie es Ratsmitglieder immer wieder formulierten. Seither wurde viel gestritten, gemessen und gezählt – mit dem Ziel, dass der Landkreis auch die Kosten für eine Ampel übernehmen sollte. Doch die Fußgängerfrequenzen reichten nicht aus. Ein Ersatz für den Zebrastreifen kam auch nicht infrage, weil diese Art der Überquerung vom Landkreis wegen Sicherheitsbedenken generell nicht mehr genehmigt wurde.

Vor einigen Jahren schon bezeichnete die zuständige Dezernentin des Landkreises, Ursula Müller-Krahtz, bei einem Besuch in Hagenburg es als „kein Problem“, dass an dieser Stelle eine Ampel genehmigt werden würde – nur bezahlen müsse sie die Gemeinde eben selbst.




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