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„Jugend musiziert“-Preisträger geben Konzert

Beeindruckendes vor kleinem Publikum

Bückeburg. Talent ist eine gute Voraussetzung, wenn es darum geht, ein Instrument zu erlernen, sagt Wolfgang Wicklein, der als Musiklehrer (Gitarre) an der Musikschule Schaumburger Märchensänger tätig ist. Viel wichtiger für den Erfolg sei allerdings die Bereitschaft der Musikschüler, viel und konzentriert zu üben. Oder anders formuliert: Es ist toll, wenn ein gehöriges Maß an Talent vorhanden ist, aber ohne großen Übungsfleiß nützt es nichts.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 12:13 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:22 Uhr

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Was ebenfalls Einfluss auf die künstlerische Entwicklung eines jungen Musikschülers hat, ist das Engagement der Eltern, führt Wicklein weiter aus. Und zwar zum einen, indem diese ihre Kinder möglichst frühzeitig an die Musik heranführen und zum regelmäßigen Üben auf dem Instrument anhalten. Zum anderen aber auch, indem sie die Mühe auf sich nehmen, ihre Kinder immer wieder zum Musikunterricht und zu Wettbewerben für junge Instrumentalisten zu kutschieren. Auf Nachfrage räumt Wicklein ein, dass das Engagement des jeweiligen Musiklehrers natürlich einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg der Schüler hat.

Wie es laufen kann, wenn es gut läuft, ist bei einem kleinen Konzert zu erleben gewesen, zu dem die Musikschule Schaumburger Märchensänger in den Konzertsaal des Hauses eingeladen hatte. Dies bestritten nämlich fünf talentierte Schüler der Musikschule, die Anfang dieses Jahres für ihre Darbietungen bei dem in Syke über die Bühne gegangenen Regionalentscheid des Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ als Duo respektive Trio mit jeweils einem Ersten Preis belohnt worden waren.

Jeremias Meyer (Horn) und Simon Gums (Klavier) hatten dort gemeinsam die aus drei Sätzen – dem „Maestro“, der „Ballade“ und dem „Finale Presto“ – bestehende „Sonatine C-Dur op. 75a“ von Berthold Hummel (1925-2002) sowie das Stück „Reveries op. 24“ von Alexander Glasunov (1865-1936) präsentiert. Seitens der Jury war den beiden – so Wicklein – dafür ein „Erster Preis mit höchster Punktzahl“ zuerkannt worden, womit sie sich auch für den demnächst in Hannover anstehenden Landesentscheid des Bundeswettbewerbes qualifiziert haben.

Die beiden Brüder Fatmir und Fatbardh Prengjoni sowie Sean Wellmann hatten bei dem Regionalentscheid dagegen als Gitarristen-Trio überzeugt und ebenfalls einen Ersten Preis mit Weiterleitung zum Landesentscheid gewonnen. Intoniert hatten sie in Syke die drei Sätze „Allegro“, „Thema mit Variationen“ und „Menuetto“ des Werkes „Trio op. 20“ von Filippo Gragnani (1768-1820) und das Stück „L‘Évasion“ von Astor Piazolla (1921-1992).

Nebenbei sei erwähnt, dass die fünf jungen Leute in den vergangenen Jahren schon mehrfach bei solchen Musikwettbewerben brilliert hatten.

Ihr Programm, mit dem sie im Januar bei „Jugend musiziert“ angetreten waren, stellten sie nun auch bei dem „Preisträger-Konzert“ in der Musikschule Schaumburger Märchensänger vor. Schade war dabei bloß, dass sich hierzu nur ein recht kleines Publikum eingefunden hatte. Denn das, was die Musikschüler dort boten, war durchaus beeindruckend. Wofür es auch reichlich Applaus seitens der rund ein Dutzend Zuhörer gab.

Eine Probe ihres Könnens abgeben sollten dort zudem die beiden elf Jahre alten Gitarristen Philipp Langermann und Justus Schaper (ein von Wicklein unterrichteter Schüler der Kreisjugendmusikschule), die in Syke in ihrer Altersklasse ebenfalls mit einem Ersten Preis belohnt wurden. Ihre Wettbewerbsbeiträge waren das „Largo“ und „Rondo“ aus dem „Duo op. 34, 1“ von Ferdinando Carulli (1770-1841) sowie die Komposition „In an Faraway Country“ von Pieter van der Staak (1930-2007). Krankheitsbedingt fiel der Auftritt in Bückeburg jedoch aus.




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