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Gremium fühlt sich nicht beachtet und plant Zusammenschluss mit den Senioren

Behindertenbeirat denkt an Fusion

Nenndorf (rwe). Der Nenndorfer Behindertenbeirat steht offenbar vor dem Aus. Da sich das Gremium von Verwaltung und Politik nicht ernst genommen fühlt, regen die Mitglieder eine Fusion mit dem Seniorenbeirat an.

veröffentlicht am 27.05.2010 um 19:36 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:42 Uhr

Der Hilferuf an die Samtgemeindepolitiker ist nicht erhört worden. Dieses Gefühl der Mitglieder im Nenndorer Behindertenbeirat hat Bad Nenndorfs Sozialverbandsvorsitzender Reinhard Lorz in der Sitzung des Seniorenbeirates am Mittwoch zum Ausdruck gebracht. Die beiden Gremien hatten im Februar die Spitzen der Ratsfraktionen eingeladen, um ihnen davon zu berichten, dass sie sich nicht eingebunden fühlen in die politischen Prozesse. Sie vermissten Einladungen zu den Sitzungen und Verwaltungsvorlagen, um sich für die Belange ihrer Klientel einsetzen zu können.

Gebessert hat sich die Situation aus Sicht des Behindertenbeirates nicht ein Stück. Auf ein Signal aus dem Rathaus, die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern zu verbessern, warteten die Behindertenvertreter vergeblich. „Die Verwaltung spricht nicht mit uns“, bedauerte Lorz, aber auch die Politik nehme den Beirat kaum wahr. „Das ist sehr traurig.“ Der Behindertenbeirat erfülle nur eine „Alibi-Funktion“ und strebe deshalb einen Zusammenschluss mit dem Seniorenbeirat an.

Ratsherr Lutz Oltrogge, der für die Nenndorfer SPD-Fraktion an der Sitzung des Seniorenbeirates teilnahm, räumte ein, dass es nicht leicht sei, die Verwaltung zu durchdringen. Er versprach Lorz, seine Partei über die Probleme zu informieren. Ihm gehe es aber „weniger um das, was gestern war, sondern um das, was morgen gemacht werden muss“. Wie ernst es um die Zukunft des Gremiums bestellt ist, dürfte auch beim nächsten Treffen der Nenndorfer Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) klarwerden.

Sie hat den Behindertenbeirat zu einem Informationsgespräch eingeladen. Dessen Vorsitzender Thomas Broich kommt am Dienstag, 1. Juni, um 19 Uhr zum politischen Stammtisch ins „Parkhotel Deutsches Haus“. Frage dort: „Wie behindertenfreundlich ist unsere Samtgemeinde?“ Gäste sind willkommen.




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