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Weiterhin hohe Nachfrage nach Krippenplätzen im „Haus des Kindes“ / Strukturierter Alltag wichtig

Bei den Jungen steht der Hausmeister hoch im Kurs

Bückeburg (wk). Voll ausgebucht ist die Krippenbetreuung im „Haus des Kindes“. Dies betrifft sowohl die zwölfköpfige, integrative „Mäusegruppe“, bei der Eltern ihre unter dreijährigen Kinder halbtags von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr abgeben können, als auch die „Schäfchengruppe“, in der eine Ganztagsbetreuung in der von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr für 15 Kinder angeboten wird.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:21 Uhr

„Die Nachfrage ist weiterhin hoch“, sagt Georg Steimann, der Leiter der Einrichtung. Immer noch gebe es lange Wartelisten, für den Fall, dass zwischendurch doch mal ein Platz frei wird. Angesichts des offensichtlich vorhandenen Bedarfs noch eine weitere Krippengruppe zu gründen, ist allerdings nicht möglich: „Personell sind wir immer bereit, nachzulegen“, erklärt er. Das Problem: Da man aber zusammen mit den vielen Kindergartenkindern bereits insgesamt 102 Kinder im Haus habe, sei die räumliche Kapazität des Gebäudes einfach erschöpft.

Betreut werden die Krippenkinder – entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – von jeweils mindestens zwei Erziehern pro Gruppe. In der Praxis sind dies auch beim „Haus des Kindes“ üblicherweise Frauen, wobei eine der Stellen tatsächlich von einem Mann bekleidet wird. Ein Aspekt, der insbesondere für Jungen wichtig ist: „An erster Stelle kommt bei denen der Hausmeister, der ist nämlich ein Mann und hat laute Maschinen“, flachst Steimann nicht ohne Ernst. Dann komme lange gar nichts, dann er selbst und der männliche Erzieher und erst danach die Erzieherinnen. Insofern sei es gut, dass zumindest ein männlicher Erzieher bei der Krippenbetreuung mitmische.

Der Tagesablauf in der „Schäfchengruppe“ sieht laut Sarah Rödenbeck, die dort als Erzieherin tätig ist, so aus, dass die Kinder bis 9 Uhr Gelegenheit zum freien Spielen haben. Dann gibt es einen Singkreis zur Begrüßung und zur Einleitung des anschließenden gemeinsamen Frühstücks. Danach steht entweder wieder freies Spielen oder von den Erzieherinnen beziehungsweise dem Erzieher angeleitetes Spielen auf dem Programm – mal drinnen, mal draußen.

Nach dem Mittagessen legen sich die Kinder für rund eineinhalb Stunden zur Ruhe, um danach noch einmal in den Nachmittag durchzustarten, bis sie wieder von ihren Eltern abgeholt werden.

„Die Kinder lernen unglaublich viel durch Abgucken von anderen Kindern“, berichtet Rödenbeck. Aber auch von den Erziehern würden die Kinder viel beigebracht bekommen – angefangen vom Händewaschen vor den Mahlzeiten und nach den Toilettengängen bis hin zu allgemeinen Höflichkeitsregeln. Damit sich die Kinder wohlfühlen, müssten nicht zuletzt eine feste Tagesstruktur und eine feste Gruppenzusammensetzung gewährleistet sein.

Als ein „Qualitätsmerkmal in der Krippenpädagogik“ bezeichnet Gaby Gischler-Schier, Erzieherin in der „Mäusegruppe“, das Vorhandensein einer ausreichend langen Eingewöhnungszeit für jene Kinder, die neu hinzukommen. Zwei bis vier Wochen ziehe sich beim „Haus des Kindes“ der behutsame Einstieg in die Krippenbetreuung hin. Eine Zeit, in der auch die Eltern mitunter lernen müssen, ihre Sprösslinge nach und nach länger in die Obhut der Erzieher zu geben.

Für Kinder mit besonderem Förderbedarf sind nach Auskunft von Steimann übrigens ab dem 1. August wieder drei integrative Betreuungsplätze in der Halbtagskrippengruppe frei.




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