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Ehemalige Mitarbeiter erinnern sich / Jährliches Treffen im Schützenhaus

"Bei Nottmeyer gab es eine gute Ausbildung"

Schermbeck (sig). Auch aus beruflichen Gemeinsamkeiten können Bindungen entstehen, die über viele Jahre hinweg halten. Ein Beispiel dafür sind die "Ehemaligen" von Nottmeyer. Zumindest einmal im Jahr treffen sich die Ruheständler und die anderswo oder noch beim Nachfolgebetrieb Beschäftigten im Schermbecker Schützenhaus.

veröffentlicht am 01.10.2008 um 00:00 Uhr

Dass man ausgerechnet dort zusammenkommt, hat einen logischen Grund: Schermbecks Schützenchef Wilfried Nagel hatte zusammen mit dem Organisator des Treffens, Heinz Kuhlmann, im Jahre 1964 seine Lehre als Mechatroniker bei der Luhdener Maschinenfabrik begonnen. Kuhlmann war später jahrelang Betriebsratsvorsitzender. Beide sind noch heute bei dem Nachfolgebetrieb MAW in Herford tätig. Längst werden weder in Luhden noch in Herford Holzbearbeitungsmaschinen hergestellt. Die im ostwestfälischen Betrieb verbliebenen Mitarbeiter befassen sich ausschließlich mit Serviceleistungen. Heinz Kuhlmann: "Die beiden Werke in Luhden und Herford hatten zusammen 160 Beschäftigte; allein von Luhden sind nach der Schließung im Jahre 2003 rund 60 nach Herford gegangen. Heute gibt es dort nur noch 23 Mitarbeiter, von denen die Hälfte einst bei Nottmeyer tätig war." Da kann man schon von einer dramatischen Rückentwicklung sprechen, die auch diesmal wieder beim Treffen in Schermbeck Gegenstand manches Gespräches war. Wie sich der derzeitige stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Heinz Kuhlmann erinnert, hatten nach der Schließung von Nottmeyer doch nahezu alle einen anderen Arbeitsplatz gefunden, unter anderem bei der Maschinenfabrik Bornemann in Gelldorf oder in anderen Metall verarbeitenden Betrieben im Schaumburger Land. DerÄlteste der 30 Männer zählenden Runde in Schermbeck, der 84-jährige Willi Büscher, war schon 1987 in den Ruhestand getreten. Trotz der Schließung war ein nachträgliches Lob für das frühere Luhdener Werk zu hören: Bei Nottmeyer sei viel und gut ausgebildet worden. Von dem derzeitigen Arbeitgeber in Herford fühlt man sich vergessen. Dort gibt es auch keine Weihnachtsfeier mehr. Den schießsportlichen Wettbewerb, den die "Ehemaligen" seit 1985 in Schermbeck austragen, gewann diesmal mit 97 von 100 Ring Heinz Kuhlmann. Anschließend gab es eine Grillparty.




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