weather-image
15°
×

Lobeshymnen auf einen „nicht immer bequemen Gesprächspartner“ / Ehrung für Günther Engelking

Bei Politikern nahm er kein Blatt vor den Mund

Aerzen/Hameln-Pyrmont (ll). Der Rahmen für die Honoration eines laut Landrat Rüdiger Butte „hochverdienten Bürgers“ hätte nicht passender sein können. Dort, wo sonst Ehen geschlossen werden, im Standesamt der Aerzener Domänenburg, wurde einem, der fast sein ganzes Leben lang auch mit dem Ehrenamt verheiratet gewesen ist, eine besondere Ehre zuteil. Günther Engelking wurde für sein langjähriges Engagement für das Gemeinwesen mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet.

veröffentlicht am 22.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 23.11.2009 um 15:32 Uhr

„Hohe Verdienste um die Sportstättenförderung im Landkreis“, „Antriebsmotor eines lebendigen Gemeinwesens“, „ein Mann mit dem Blick fürs Ganze“ – so lauteten die Worte der Würdigung von Engelkings Arbeit. Günther Engelking, der zwölf Jahre lang auch Vorsitzender des Hameln-Pyrmonter Kreissportbundes war, zeigte sich sichtlich gerührt von dem Lob, das ihm von der versammelten Prominenz aus regionaler Politik, Sport und Wirtschaft ausgesprochen wurde.

Dabei ist das Ehrenamt an der Spitze des Kreissportbundes nur ein Mosaikstein seines Engagements gewesen. Wie Engelking bei der Ordensverleihung berichtete, habe er bereits Anfang der 1950er Jahre den Sport, und insbesondere den Fußball, als echte Herzensangelegenheit betrachtet. Der heute 73-Jährige war zunächst aktiver Fußballer beim Hessisch Oldendorfer TuS, bevor er Schiedsrichter und Mitglied des Kreissportgerichtes wurde.

Als stellvertretender Vorsitzender des Kreisfußballverbands bereitete sich Engelking auf die Tätigkeit als Sportfunktionär vor, die er dann ab dem Jahr 1993 in Form des Kreissportbund-Chefs zwölf Jahre lang ausübte. Daneben war Engelking auch 28 Jahre als ehrenamtlicher Wasserverbandsingenieur und als Aufsichtsratsmitglied der Volksbank tätig.

Laudator Butte hatte ganz recht, als er Engelkings Gäste als „erlauchten Kreis an Verantwortungsträgern“ begrüßte. Die Anwesenheit prominenter Vertreter aus Politik, Sport und Wirtschaft unterstrich die Bedeutung des Sports im gesellschaftlichen und politischen Umfeld. Mit seiner „ruhigen, sachlichen und ausgleichenden Art“ habe Engelking es als KSB-Vorsitzender verstanden, die Interessen seiner Mitgliedsvereine und -verbände zu bündeln, so der Landrat. „Geradlinigkeit“ und „Durchsetzungsstärke“ seien die Eigenschaften eines „nicht immer bequemen Gesprächspartners“ gewesen, wenn es galt, die Ziele des Sports gegenüber der Politik zu formulieren.

Anerkennung für langjähriges ehrenamtliches Engagement: Mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande zeichnet Landrat Rüdiger Butte bei einer Feierstunde Günther Engelking (links) aus. Foto: ll