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Grundschule Im Petzer Feld kürt ihre besten Vorleser

Beim „Brauseschwein“ zittern die Kniee wie Johannisbeergelee

Bückeburg (wk). Um bei ihren Schülern den Spaß am Lesen zu fördern, hat die Bückeburger Grundschule Im Petzer Feld einen Vorlesewettbewerb ausgerichtet. Bei der Endausscheidung am Donnerstag traten die jeweils zwei besten Vorleser der dritten und vierten Klassen gegeneinander an, um die aus vier Lehrern und zwei Eltern zusammengesetzte Jury mit ihrer Lesekunst zu überzeugen.

veröffentlicht am 01.06.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 18:21 Uhr

„Alle Acht haben haben sowieso schon gewonnen, denn sie gehören zu den besten Lesekinder dieser Schule“, betonte der als Moderator fungierende Lehrer Frank Suchland. Das aus deren Mitschülern bestehende Publikum – von Suchland bisweilen scherzenderweise mit „Meine Damen und Herren“ angesprochen – quittierte diese Feststellung mit brandendem Applaus. Überhaupt herrschte eine fröhliche Stimmung in der Schulaula: So machten die kleinen Zuhörer jedem Kandidaten mit lauten Anfeuerungsrufen Mut und würdigten die erbrachten Leistungen stets mit lautem Beifall.

Da machte es auch nichts, dass der Drittklässler Nico Schulte versehentlich mit dem Vorlesen aufhörte, bevor sein Text zu Ende war. „Da zittern einem die Kniee wie Johannisbeergelee, wenn man hier oben steht“, überspielte Suchland flachsend den kleinen Patzer. Nico habe die Lesung nur etwas abgekürzt, weil er wisse, dass einem die Zeit im Nacken sitze. Ohne Probleme trug der Schüler anschließend die restliche Textpassage vor, die aus der ihm und den anderen sieben Kandidaten unbekannten Geschichte „Schuld war nur das Brauseschwein“ des Autors Robert Griesbeck stammten. Zuvor hatten die Kinder einen Auszug aus ihren jeweiligen Lieblingsbüchern vorgelesen.

„Der fremde Text war schon schwierig, weil ich den noch nicht üben konnte“, räumte denn auch der Drittklässler Constantin Meier ein. Die richtige Betonung zu wählen und außerdem immer wieder Blickkontakt mit den Zuhörern aufzunehmen, sei ebenfalls nicht einfach gewesen. Dennoch war Constantin mit seiner Leistung zufrieden: „Fürs erste Mal ist es gut.“

„Tolle Leser und Leserinnen haben wir hier. Diese schwierigen Texte vorzulesen ist schon eine Kunst für sich“, befand Suchland und lobte auch das Publikum: „Es ist genauso schwierig, gut zuzuhören. Das habt Ihr heute – kleine Ausnahmen bestätigen die Regel – sehr gut hinbekommen.“

Bei dem Wettbewerb rangierte schließlich Judith Kurucz auf dem Ersten Platz, gefolgt von Ana Dine, Paula Nicke, Katja Schmidt, Mathilda Vogt, Constantin Meier, Charlotte Mittrach und Nico Schulte.

Die drei besten Vorleser freuten sich über je einen Buchgutschein vom Contrapunkt-Verlag. Die anderen Teilnehmer wurden jeweils mit einem vom Förderverein der Schule gespendeten Buch belohnt.




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