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Sabine Druschke zieht Zwischenbilanz als neue Bürgermeisterin / Eigene Vorstellungen umgesetzt

Beim Einstieg viel Unterstützung bekommen

Meerbeck (gus). Seit einem guten halben Jahr ist Sabine Druschke Bürgermeisterin der Gemeinde Meerbeck. Im Gespräch mit dieser Zeitung berichtete sie über ihre ersten Monate im Amt.

veröffentlicht am 25.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:42 Uhr

Der Einstieg ist ihr nach eigenen Worten sehr leicht gefallen – auch weil sie viel Unterstützung bekommen habe. Über ihre Mitstreiter ist die Meerbeckerin voll des Lobes. Allen voran Gemeindedirektor Werner Müller und Sekretärin Marion Koch stünden ihr vorbildlich zur Seite. „Auch die SPD-Ratsfraktion und die CDU-Opposition machen mir die Arbeit bislang leicht“, so Druschke.

Dabei hat die Sozialdemokratin kein leichtes Erbe angetreten, als sie im März vom Rat zu Klaus Tanskis Nachfolgerin gewählt wurde. Zumal sie erst seit 2006 überhaupt Ratsmitglied ist. Als sie damals mit 45 Jahren in den Rat gewählt wurde, konnte sich Druschke nach eigenen Worten noch nicht ausmalen, einmal Bürgermeisterin zu sein.

Dabei ist sie als gelernte Industriekauffrau und aktuelle Verwaltungsfachkraft der Kirchengemeinde Meerbeck überaus geeignet für den Posten. „Die Verwaltungsarbeit war für mich gar nicht so neu“, sagte sie. Komplettes Neuland seien die Repräsentationsauftritte bei feierlichen Anlässen gewesen.

„Als ich das erste Mal vor einer großen Menge sprechen musste, hat es mir schon ein wenig den Hals zugeschnürt“, räumt Druschke ein. Doch sie sei auch schnell in diese Rolle hineingewachsen. Spätestens seit der Erntefestsaison falle ihr das Repräsentieren nicht nur leicht, es mache sogar Spaß.

Zu ihren Lieblingsaufgaben als Bürgermeisterin zählen Hausbesuche, etwa bei Hochzeitsjubiläen und Geburtstagen. Nicht nur, dass sie die Menschen mit offenen Armen empfangen. Druschke nutzt solche Termine, um die Wünsche der Bürger in Erfahrung zu bringen. In den eigenen vier Wänden sagen die Menschen der Bürgermeisterin eher, was ihnen am Herzen liegt.

Und dann könne sie auch gegensteuern, sollten sich Gerüchte selbstständig gemacht haben. Druschke nennt als Beispiel Baumfällungen an der Feldstraße. Einige Bürger glaubten, die Bäume sollten Parkplätzen Raum machen. Dies stimmte aber nicht, vielmehr sollte verhindert werden, dass die neuen Kanalrohre nicht wie ihre Vorgänger vom Wurzelwerk beschädigt werden. Dies war ein Grund für die Arbeiten.

Druschke hat auch bereits eigene Wünsche umgesetzt. Die vom Rat verabschiedete neue Satzung für feste Vereinszuschüsse bei Jubiläen (wir berichteten) war ihre Idee. Auch der Treff der Generationen mit Kaffeetrinken am dritten Mittwoch eines Monats und Frühstück am ersten Dienstag eines Monats im „Alten Krug“ sei auf ihre Initiative hin entstanden.

Weitere Vorstellungen würde sie gern umsetzen – und bei der Kommunalwahl erneut für das Bürgermeisteramt antreten. „Ich finde die Aufgabe bereichernd“, sagt Druschke.




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