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Heiraten in ehemaliger Eisenerzgrube „Wohlverwahrt“ / Bergwerk neue Außenstelle des Standesamts

Bergleute führen die Braut in den Stollen

Kleinenbremen (rd). Immer mehr Paare wünschen sich einen ungewöhnlichen Ort für die Hochzeit, und auch die Stadt Porta Westfalica bietet einer Pressenotiz zufolge Heiratswilligen eine besondere Umgebung für diesen wichtigen Tag im Leben. Neu ist die Möglichkeit, im Bergwerk Kleinenbremen zu heiraten.

veröffentlicht am 30.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 07:21 Uhr

Das Bergwerk wurde zur zweiten offiziellen Außenstelle des Standesamts ernannt. Es liegt am Nordhang des Wesergebirges und ist 10 Kilometer vom Rathaus entfernt. Die Ehe kann über Tage sowie unter Tage geschlossen werden.

Die Grube „Wohlverwahrt“ wurde 1887 gegründet und ist eines der nördlichsten Bergwerke Deutschlands. Sie gilt als eine der bedeutendsten Einrichtungen der regionalen Industriekultur. Das Museum für Bergbau und Erdgeschichte, es besteht seit 1995, befindet sich im Obergeschoss des ehemaligen Betriebsgebäudes der Eisenerzgrube „Wohlverwahrt“. Ausgestellt werden auf 700 Quadratmetern Fläche Historisches zur Erdgeschichte und zur Bergbaugeschichte, einige original erhaltene Sozial- und Betriebsräume können besichtigt werden. Die Museumsräume sind geeignet für kleine und große Gesellschaften. Der Medienraum bietet ausreichend Platz für all’ die Menschen, mit denen das Hochzeitspaar diesen Tag gemeinsam feiern möchte.

Wer sich gern abenteuerlich auf die Ehe einstimmen möchte, findet unter Tage ein ganz besonderes Trauzimmer. Im Tscherperraum verbrachten früher die Bergleute ihre Pause. Hier finden nun standesamtliche Trauungen statt. Bei Kerzen- und Fackelschein, dekoriert mit schönem Blumenschmuck, können sich die Paare in einer romantisch-rustikalen Umgebung das Ja-Wort geben. Während des Aufenthalts unter Tage wird die Hochzeitsgesellschaft von erfahrenen Bergleuten des Bergwerks aus Sicherheitsgründen begleitet.

Unter Tage beträgt die stetig konstante Raumtemperatur etwa 10 Grad plus. Der Tscherperraum wird jedoch für die Trauung beheizt. Der Raum wird entweder zu Fuß erreicht, mit der Grubenbahn oder mit dem historischen Triebwagen aus dem Jahr 1937.

Heiratswillige Paare haben im Bergwerk Kleinenbremen viele Gestaltungsmöglichkeiten für einen der wichtigsten Tage in ihrem Leben. Ob schlicht oder aufwendig, ob im kleinen Kreis oder mit einer großen Hochzeitsgesellschaft, das Team des Bergwerkmuseums stellt sich auf die ganz individuellen Wünsche des zukünftigen Ehepaares ein. Die Eheschließung wird von der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten der Stadt Porta Westfalica vorgenommen. Termine für die Trauungen werden mit dem Standesamt, Besichtigungen der Räumlichkeiten im Bergwerk Kleinenbremen können mit Susanne Riedmayer vom Bergwerksmuseum vereinbart werden.

Informationen zur Hochzeit unter und über Tage gibt es für alle interessierten Paare beim Standesamt Porta Westfalica unter der Telefonnummer (05 71) 791-180 oder -181 und auf der Internetseite www.portawestfalica.de sowie beim Bergwerk Kleinenbremen unter der Telefonnummer (0 57 22) 8 90 86 38 oder (0 57 22) 9 02 23 und auf der Internetseite www.bergwerk-kleinenbremen.de.

Übrigens: In der Mühle in Holzhausen kann schon seit einigen Jahren in der urigen Mühlenstube geheiratet werden. Die Mühle kann nach telefonischer Vereinbarung besichtigt werden. Informationen sind zu erhalten über das Standesamt Porta Westfalica sowie über Rainer Traue, (05 71) 7 08 71, und über www.windmühle.net. Auf der Internetseite der Mühlengruppe gibt es Hintergründe über die Mühle, den Wiederaufbau und den dortigen Trauraum.




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