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Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins für Heimatpflege war sie auch wieder zu hören

Bessingen – das Dorf mit eigener Hymne

BESSINGEN. Welches Dorf kann sich schon rühmen, eine eigene Dorfhymne zu haben?

veröffentlicht am 11.02.2020 um 12:40 Uhr

Nun, das kleine Dorf Bessingen am Fuße des Ithes gelegen, hat eine. Diese wurde traditionell von den Sängerinnen und Sängern der Bürgerhuissängers unter der Leitung von Friedhelm Schulte zu Beginn der 42. Jahreshauptversammlung des Vereins für Heimatpflege von 1978 e.V., die im Dorfgemeinschafthaus abgehalten wurde, vorgetragen.

Die 46 anwesenden Vereinsmitglieder wurden von ihrem Vorstand rund um den Vorsitzenden Michael Voss umfassend über die vielen Aktivitäten des Heimatvereins im Jahr 2019 informiert. Neben den traditionellen Aktionen des Vereins wie das Schlachten des „Heimatschweins“ oder dem Tannenbaumschlagen sind es vor allem die vielen kleinen Aktionen und Angebote, die zu einem aktiven Dorfleben beitragen, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger des rund 330 Einwohner starken Ortes begegnen und miteinander feiern, wie bei den Dämmer- und Frühschoppen oder dem neuen Frauenstammtisch, der sich seit Sommer letzten Jahres alle vier Wochen freitagabends im Bürgerhaus zusammenfindet. In vielen Arbeitseinsätzen engagierten sich Vereinsmitglieder zudem beim Aufbau der Beleuchtung und der Sanierung des Plattenweges auf dem Grillplatz und bei der Erneuerung der Arbeitsplatten im Ausschank. Die Reinigung des Dorfgemeinschaftshauses, des Bürgerhauses und des Grillplatzes liegen fest in den Händen ehrenamtlich tätiger Frauen, wodurch viel Geld für Reinigungskosten gespart wird – ehrenamtliches Engagement wird großgeschrieben in Bessingen. Auch für das Jahr 2020 hat sich der Vorstand des Heimatvereins viel vorgenommen. Neben den beliebten traditionellen Festen und einigen Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten wird es am 19. April ein „Willkommenscafé“ für Bessinger Neubürger geben. Während der Fußball-EM im Sommer wird das beliebte „Public Viewing“ im Dorfgemeinschaftshaus neu aufgelegt. Mit großer Spannung wird der Verwirklichung des Filmprojektes „Tatort Dorfmitte“ entgegengefiebert. Der zweite Vorsitzende Henning Sander berichtete über dieses Projekt, welches vom Landkreis Hameln-Pyrmont finanziell gefördert und über einen Zeitraum von drei Jahren laufen wird. Als Resultat wird es einen Image-Film über Bessingen geben – selbstverständlich unter Mitwirkung der Bürger des Dorfes.

Satzungsgemäß standen anschließend die Neuwahlen des Schatzmeisters und des Schriftführers an. Die beiden bisherigen Amtsträger Hartmut Kiy und Rainer Olze erklärten sich zur Wiederwahl bereit und wurden von den Anwesenden jeweils einstimmig wiedergewählt.

Der Wanderwart und Leiter der Bürgerhuissängers, Friedel Schulte, wurde im Anschluss an seine launig vorgetragenen Berichte für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement, welches sich auch in den anderen Vereinen des Dorfes deutlich widerspiegelt, geehrt.

Es standen aber noch weitere Ehrungen für langjährige Mitglieder im Heimatverein an. So halten seit 40 Jahren Ingrid Lindert und Hans Kaehler, seit 20 Jahren Philipp Haas, Marita Greve, Peter Brunotte, Petra Olze, Arnd Kehne und seit zehn Jahren Sabine Thies, Rüdiger und Tanja Kallweit dem Heimatverein die Treue. Den anwesenden Mitgliedern wurden feierlich die Urkunden überreicht. Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Bessinger Heimatvereinsmitglieder noch bei einer zünftigen Vesper, bei der das „Heimatschwein“ noch einmal im Mittelpunkt stand, stärken und den Abend bis in die Nacht hinein fröhlich beschließen.




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