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Bethel übernimmt Leitung der drei Frauenkliniken

Bückeburg (rc). Die Fusion der Krankenhäuser und der Bau eines Klinikums Schaumburgs werfen ihre Schatten voraus. Der Chefarzt der Geburtshilflichen-Gynäkologischen Klinik des Krankenhauses Bethel, Dr. Momme Arfsten, hat seit kurzem auch die Leitung der beiden anderen Frauenkliniken, also auch in den Kreiskrankenhäusern in Stadthagen und Rinteln, übernommen, ebenso die Leitung des Brustzentrums in Stadthagen. „Für die Patientinnen wird sich nichts ändern. Ich stehe selbstverständlich an den beiden Standorten in Bückeburg und Stadthagen zur Verfügung. Es geht um personenbezogene Behandlung, die bei uns weiter im Mittelpunkt stehen wird“, sagte Dr. Arfsten während eines Pressegesprächs: „Im Prinzip bleibt alles wie gehabt.“ Auf jeden Fall sei der Wettbewerb im Bereich der Frauenkliniken in Schaumburg aufgelöst.

veröffentlicht am 14.01.2010 um 17:21 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 17:21 Uhr

Auslöser der Leitungsübernahme durch Bückeburg war das Ausscheiden des Chefarztes Dr. Johannes Feltz-Süßenbach, der zuvor die Kliniken in Stadthagen und Rinteln geleitet hatte. Im Rahmen der geplanten Zusammenführung der drei Krankenhäuser im Landkreis zum Klinikum Schaumburg wurden daher bereits Nägel mit Köpfen gemacht und die Vakanz in Stadthagen nicht mehr besetzt. Dr. Arfsten arbeitet seit dem 1. Oktober 2009 zweieinhalb Tage in der Woche in Bückeburg, zweieinhalb Tage in Stadthagen. In Rinteln, wo es keine Geburtshilfliche Abteilung mehr gibt, übernimmt ein Oberarzt die Leitung. „Diesen Spagat kann man nur machen, wenn man ein gutes, funktionierendes Team hat. Sonst wäre diese Art der Leitung nicht möglich“, lobte Dr. Arfsten. In Bückeburg arbeiten zwei Oberärzte und sechs Assistenten, in Stadthagen sind es drei Oberärzte und sieben Assistenten, in Rinteln drei Oberärzte.

An den beiden Standorten Bückeburg – übrigens von der Unicef zertifiziert – und Stadthagen wird die Arbeit in den Geburtshilfen in gewohnter Weise fortgesetzt. In Bückeburg wurden im vergangenen Jahr 586 Kinder beboren, in Stadthagen waren es 446, insgesamt also 1032 Babys. „Für ein zukünftiges Klinikum Schaumburg eine stattliche Zahl“, freute sich Dr. Arfsten. Der Standort Stadthagen sei aber sicherlich noch ausbaufähig.

Auch das zertifizierte Brustzentrum in Stadthagen will Dr. Arfsten weiter ausbauen. Dort steht zum Beispiel im März die Rezertifizierung an. Da zugleich am Kreiskrankenhaus Stadthagen die neue Strahlentherapie eingerichtet worden ist und zudem eine onkologische Praxis angesiedelt ist, sollen Brustkrebserkrankungen künftig schwerpunktmäßig in Stadthagen operiert und behandelt werden. Alle anderen Operationen werden wie gewohnt an den Standorten durchgeführt, versicherte der Chefarzt. Für ihn heißt dass, dass er OP-Tage sowohl in Bückeburg als auch in Stadthagen ansetzt. Und auch entsprechend pendeln muss. Am Rintelner Krankenhaus werden die Operationen auf bestimmte Tage konzentriert, eine Notfallversorgung aufrecht erhalten und Spezialsprechstunden angeboten.

In den kommenden Jahren, auch in der Übergangsphase hin zum Klinikum Schaumburg, will Dr. Arfsten Stadthagen zum onkologischen Zentrum ausbauen. Auch im Hinblick darauf, die Frauenklinik am Klinikum Schaumburg fest zu etablieren und Kompetenz und Patientinnen in der Region zu halten.




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