weather-image
×

Firma investiert im Nienstädter Gewerbegebiet mehr als zwei Millionen Euro

Betonwerk mischt 150 Rezepturen

Nienstädt (jl). Im Gewerbegebiet am Nienstädter Schnatwinkel gibt es eine neue Produktionsstätte, die es technologisch in sich hat. Gemeint ist das Betonmischwerk der Firma H. Meyer, Büchenberg, an dem seit Jahresbeginn gearbeitet worden war. Das Familienunternehmen aus Neuenknick hat am neuen Standort allein rund 1,7 Millionen Mark in das Mischwerk investiert. Etwa 15 neue Arbeitsplätze sollen in Nienstädt geschaffen werden.

veröffentlicht am 07.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Der Bau des Mischwerks hat nach den Worten von Heinrich Meyer junior, der zusammen mit seinem Vater Heinrich Meyer senior den Betrieb führt, etwa drei Monate länger gedauert als geplant. Hauptgrund dafür ist die Stahlkonstruktion, die eine deutsche Firma in Dubai für Nienstädt gefertigt hat. Darüber hinaus haben Meyers ziemlich lange Lieferzeiten bei Maschinen und Maschinenteilen zu schaffen gemacht. Das Werk mit seinen vier hohen Silos als Erkennungszeichen ist betriebsbereit, soll aber erst mit dem Wiederbeginn der Hochbausaison zu Beginn kommenden Jahres seine Kapazitäten erstmals richtig ausnutzen. Das Produktionsvermögen der hoch technisierten Anlage ist nach Meyers Schilderungen beachtlich. Bis zu 95 Tonnen Betonmischung kann die von einem Computer aus geregelte Maschinerie entladen. Die Jahresausstoß soll bei etwa 30 000 Kubikmetern liegen. Meyers etwasältere Anlage in Neuenknick schafft 75 Tonnen in der Stunde. Die aufwändige Regeltechnik beherrscht bis zu 150 Rezepturen. So können in Nienstädt klassische Betonmischungen für diverse Anwendungen wie auch Spezialitäten gefertigt werden. Das sind laut Meyer junior zum Beispiel sich selbst nivellierender Estrich, der nach rund einem Tag standfest sei. Geflochtene Stahlmatten für Fundamente und Decken macht der neue Mischer ebenfalls überflüssig. Die Firma kann große Betonflächen liefern, die ihre Steifigkeit durch das Beimengen von Stahlfasern bekommen. Auch farbiger Beton oder Maurermörtel sind für Meyers High-Tech-Fabrik kein Problem. Von Nienstädt aus will das Unternehmen, dass auch über eigene Kieswerke verfügt, den Schaumburger Markt besser erschließen und besser bedienen. Rund 35 Kilometer rund um den Schnatwinkel soll der Aktionsradius sein. Wenn Großbaustellen im hiesigen Raum zu beliefern sind, wird in Nienstädt und Neuenknick produziert. Sechs Fahrmischer, ein Silo-Lastzug, zwei Kipper und zwei Betonpumpen werden im neuen Betonwerk stationiert. Einige der Fahrzeug sind ganz neu in Meyers Fuhrpark und die Leute, die sie fahren, sind zum Teil schon neu angestellt.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige