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Betrugsverdacht gegen Rintelner „Erfinder“

Rinteln. Der Rintelner Eduard Berger (Name geändert) stellte im Mai beim privaten TV-Sender SAT 1 und seiner Show „Deutschlands intelligenteste Idee“ einen Stromzähler vor, der sich auf Wunsch rückwärts dreht. Schon Jurorin Barbara Eligmann fand die Idee nicht intelligent, sondern eher kriminell. Sie mutmaßte, dass sich die Staatsanwaltschaft für die Idee interessieren könnte.

veröffentlicht am 16.10.2009 um 13:16 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Rinteln. Der Rintelner Eduard Berger (Name geändert) stellte im Mai beim privaten TV-Sender SAT 1 und seiner Show „Deutschlands intelligenteste Idee“ einen Stromzähler vor, der sich auf Wunsch rückwärts dreht. Schon Jurorin Barbara Eligmann fand die Idee nicht intelligent, sondern eher kriminell. Sie mutmaßte, dass sich die Staatsanwaltschaft für die Idee interessieren könnte. Besonders bemerkenswert war, dass der mit Sonnenbrille und Hut vermummte B. mit vollem Namen und Anschrift „Rinteln“ im Untertitel eingeblendet auftrat.

B. präsentierte im Ideencontainer des Senders einen Stromzähler, der sich, mit einem Vorschaltgerät versehen, rückwärts dreht und so kräftig Stromkosten einspart. Kurze Zeit später tauchten Videos eines rückwärts drehenden Stromzählers auch in Internet-Video-Foren auf.
Als allererstes interessierten sich die Rintelner Stadtwerke für den Sachverhalt, den einige Mitarbeiter im Fernsehen mitverfolgt hatten. Prokurist Manfred Langemeier stellte anhand der Rechnungsunterlagen von Berger für die letzten Jahre fest, dass sich dessen Stromverbrauch jährlich um rund 1.000 Kilowattstunden (etwa 180 Euro pro Jahr) verringert hatte. Nur durch konsequentes Stromsparen sei dies nicht zu erklären, so die Stadtwerke. Inzwischen liegt die Sache dem Landgericht Bückeburg vor.

Mehr dazu lesen Sie morgen in der SZ/LZ.




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