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„Lese-Uni“: Kinder besuchen das Niedersächsische Staatsarchiv

Bibel kostete so viel wie eine Kuh

Bückeburg (wk). Jahrhunderte alte Bücher haben im Mittelpunkt der jüngsten „Lese-Uni“ der Stadtbücherei gestanden. Die teilnehmenden Kinder besichtigten das in einem Nebengebäude des Bückeburger Schlosses ansässige Niedersächsische Staatsarchiv.

veröffentlicht am 03.11.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:41 Uhr

Von der Bibliothekarin Ines Liebigke und dem stellvertretenden Leiter dieser Einrichtung, dem promovierten Archivar Hendrik Weingarten, erfuhren die kleinen „Studenten“ allerlei Wissenswertes über die Aufgaben dieser Behörde und die dort aufbewahrten Dokumente und Bücher. Großes Interesse fanden dabei etwa ein etliche Kilogramm schweres Kettenbuch aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und ein nicht minder mächtiges altes Druckwerk, dessen Seiten stellenweise mit Blattgold verziert sind.

Dass die beiden Antiquariat-Profis die Bücher stets nur mit sauberen Baumwollhandschuhen anfassen, erklärte Liebigke damit, dass die wertvollen Drucke allein schon durch das Hautfett der Hände Schaden nehmen würden. Außerdem berichtete sie, dass die namensgebende Eisenkette an den „Kettenbüchern“ seinerzeit dazu gedient hat, die unter anderem in Klosterbibliotheken vorgehaltenen Bücher anzuschließen und die Werke so vor Diebstahl zu schützen. Eine frühe Bibel beispielsweise habe damals dem Wert einer Kuh entsprochen, und eine Kuh, das sei schon etwas Kostbares gewesen.

Zum Abschluss stand dann noch eine Lesung auf dem Programm, in der die Stadtbücherei-Mitarbeiterin Maike Stratmann aus dem Kinderbuch „Die kleine Fledermaus-Buchhändlerin“ (Jacob Michael Perschy) vorlas.




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