weather-image
12°
×

...und eine Extraportion Herzenswärme / Dem Allmächtigen mit glöckchenheller Stimme geschmeichelt

"Big Mama" beschert himmlische Momente

"Big Mama" Paunita Ionescu (oben) und "Little Mama" Debra Marquardt (unten) liefern vor großem Publikum ein bemerkenswertes Konzert ab. Fotos: bus Bückeburg (bus). Das Zusammenspiel der einheimischen Liebhaber von "Big Mama& the Golden Six" und den Mitgliedern der mittlerweile weltweit renommierten Formation um "Big Mama" Paunita Ionescu hat am Mittwochabend einmal mehr hervorragend geklappt. Dieüberwiegend in und um Hannover beheimateten Vokalartisten gaben auf der im Schatten der Stadtkirche stehenden Bühne des Weihnachtsmarktes eine Kostprobe ihres Könnens, die sich der flachjournalistischen Umschreibung "richtig eingeheizt" nicht entziehen konnte.

veröffentlicht am 15.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Was bei elf Grad Außentemperatur und vom veranstaltenden "Le Bistro"-Team reichlich ausgeschenkten Heißgetränken sicher auch anderen Künstlern nicht sonderlich schwer von der Hand gegangen wäre. Bei "Big Mama& the Golden Six" gab es allerdings obendrein eine Extraportion Herzenswärme, die mindestens bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag reichen wird. "Wenn Big Mama mit ihrer wunderbaren Stimme Gott preist, wird einem automatisch warm ums Herz", hieß es im bis zur "Falle" reichenden Publikum. Die Frontfrau des 1994 gegründeten Chors gab ihren Mitstreitern Debra Marquardt, Orlando O.J. Jimenez, Joe Burke, Patrick Omoregbe, Valentine Ifebuzor und Klaus Henatsch diesmal noch ein wenig mehr Raum als in den Vorjahren, ihre solistischen Fähigkeiten sowie das vielfältige musikalische und kulturelle Spektrum der Gruppe unter Beweis zu stellen. Mit Spontaneität, Freude und der Hingabe zur Gospelmusik überzeugten sie allesamt; gleich, ob sie nun Klassiker des Genres oder moderne Gospels, gefühlvolle Balladen oder Grooviges zu Gehör brachten. Dennoch war es "Big Mama" vorbehalten, dem zweistündigen Konzert die mitreißenden Glanzlichter zu vermitteln. Wie sie - beispielsweise - bei "The Mighty High" stimmlich in einem Augenblick zwischen Rotz und Dreck unterwegs ist und gleich darauf dem Allmächtigen mit glöckchenheller Lieblichkeit schmeichelt, war dem Auditorium allemal einen Sonderapplaus wert. Obwohl dem Äußeren der Sängerin beileibe wenig von der filigranen Grazie eines Engels anhaftete, verstand sie es aufs Allerfeinste, den Zuhörern mehr als einen himmlischen Moment zu bescheren. Noch eine Stufe höher hinauf, sozusagen in den siebten Himmel, ging es am Mittwoch für Manja Laabs und Michael Sperlich. "Diesen Abend werde ich niemals vergessen", sagte die junge Frau noch bevor das Konzert zu Ende war - ihr Lebensgefährte hatte die Gelegenheit beim Schopfe gefasst und sie von der Bühne herunter um ihre Hand gebeten. Im Sommer 2007 wird geheiratet. Glory Halleluja.

2 Bilder



Anzeige
Anzeige