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Bergkirchener Gottesdienst für Motorradfahrer mit guter Beteiligung

"Biker sind freundliche Menschen"

Bergkirchen (ade). Rund 100 Motorradfahrer sind zum elften Biker-Gottesdienst nach Bergkirchen gekommen. Auch die Aussicht auf eine Ausfahrt durch das Schaumburger Land bei schönem Wetter hatte sie angelockt.

veröffentlicht am 08.07.2008 um 00:00 Uhr

"Wir wollten zeigen, dass das keine Menschen sind, vor denen man Angst haben muss", erklärte Reinhard Zoske die Beweggründe, weshalb er - als Pastor und bekennender Motorradfahrer - vor elf Jahren die Biker-Gottesdienste in seiner Gemeinde ins Leben rief und sagt den versammelten Bikern, wofür er sie hält: "Motorradfahrer sind freundliche Menschen." Das sahen die Männer, Frauen und Kinder in Lederkluft und mit griffbereiten Helmen ebenso und folgten dem Gottesdienst unter freiem Himmel bereitwillig. Beim von Zoske angestimmten "We shall overcome" sprang der Funke zwar nicht wirklich über, als er seine Zuhörer aber aufforderte "Tut eurem Popo mal was Gutes" erntete er doch das erwartete Gelächter. Gemeint hatte Zoske damit die Pause, die auf der Hälfte der gemeinsamen Ausfahrt irgendwo in Bad Eilsen eingelegt werden sollte. Schaumburg, Nienburg, Region Hannover und auch Minden - teilweise hatten die Biker weite Wege angetreten, um auf der Bergkirchener Wiese zusammen zu kommen. Die Bandbreite der Maschinen, die in ordentlichen Reihen neben der singenden Gemeinde standen, war groß: von der chromblitzenden Harley Davidson über sportliche Rennmaschinen, Trikes und Motorräder mit Beiwagen bis zur Mofa. Selbst ein buntes Kinder-Dreirad hatte sich in die Reihe gemogelt. 500 Motorradfahrer zum Biker-Gottesdienst waren das Ziel, das Zoske angepeilt hatte. Das hat er nicht erreicht. Aber auch der kleinere Konvoi machte Eindruck auf die Nachbarn, die sich nach dem Gottesdienst auf ihren Zaunpfeilern niedergelassen hatten, um zu sehen, zu hören und zu riechen, wie 100 Motorräder vom Platz fahren. Allen voran fuhren drei Polizei-Motorräder. Deren Fahrer machten einen recht vergnügten Eindruck. 100 freundliche Menschen auf einer zweistündigen Ausfahrt durch das Schaumburger Land anzuführen war für sie eine willkommene Abwechslung.




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