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Polizei hat auf Einbrecher-Fotos gehofft / Spieler:Überwachung technisch machbar / Schröder: Rechtlich nicht möglich

Bilder der Marktplatz-Kamera werden nicht gespeichert

Rinteln (wm). Von den Einbrechern, die aus der Auslage des Fotofachgeschäftes Struck am Marktplatz rund 30 Kameras, Camcorder und Ferngläser gestohlen haben, fehlt noch jede Spur. Ursprünglich hatte die Polizei gehofft, die Einbrecher könnten auf der Webkamera zu sehen sein, die vom Bürgerhaus auf den Marktplatz ausgerichtet ist und deren Bilder im Internet unter der Homepage der Stadt abgerufen werden können.

veröffentlicht am 22.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Webcam-Foto: Gestern, 14 Uhr auf dem Rintelner Marktplatz. Foto:

Doch, wie Jörg Spieler erklärte, der im Auftrag der Stadt Kamera wie Internetauftritt eingerichtet hat, würden die Bilder der Kamera nicht gespeichert, sondern laufend überschrieben. Außerdem mache die Kamera nur jede Minute ein Bild und der Ausschnitt erfasse nicht mehr das Fotofachgeschäft. Theoretisch hätte die Chance bestehen können, dass die Einbrecher doch im Bild sind, wenn sie den Marktplatz überquert hätten und ausgerechnet dann, also in der Nacht zum Freitag zwischen 3.45 bis 7.15 Uhr jemand zufällig am Internet gesessen hätte - praktisch kaum vorstellbar. Technisch allerdings, erläuterte Spieler, wäre es kein Problem die Kamera so umzurüsten, dass die Daten gespeichert würden. Er habe das beim Altstadtfest ausprobiert und daraus einen kleinen Film zusammengeschnitten. Wie Erster Stadtrat Jörg Schröder erläuterte, bleibe das zurzeit reine Theorie, weil rechtlich nicht umsetzbar. Die Webkamera am Bürgerhaus würde dann praktisch öffentlichen Raum überwachen. Akzeptiert werde Videoüberwachung derzeit an "kriminalistischen Schwerpunkten", und davon könne auf dem Rintelner Marktplatz beim besten Willen nicht die Rede sein. Auch gelegentlicher Vandalismus rechtfertige nicht eine 24-Stunden-Überwachung. Bei Markus Struck istübrigens Ersatz für die gestohlene Ware eingetroffen - niemand muss also auf den Kauf eines bereits geplanten Weihnachtsgeschenkes verzichten.




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