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Betreiber, Hersteller und Planer stellen ihr Projekt Einwohnern und Kommunalpolitikern vor

Biogas: Ortsrat Entscheidungshilfe gegeben

Eimbeckhausen (st). Sie scheinen alles bedacht zu haben, die sechs potenziellen Betreiber der geplanten Biomethan-Anlage in Eimbeckhausen. Gemeinsam mit einem Vertreter des Anlagenherstellers und dem Projektplaner hat jetzt Gerd Schulze-Stölting, Sprecher der Betreibergemeinschaft, den Einwohnern und dem Ortsrat das Projekt in allen positiven und möglichen negativen Details vorgestellt. Besonderes Augenmerk lag auf drei Faktoren: Umfang des Maisanbaus, Lärmbelästigung und Geruchsbelästigung. Nach den Ausführungen blieben bei den Zuhörern wenige Fragen offen.

veröffentlicht am 25.11.2009 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 25.11.2009 um 11:00 Uhr

Der Standort ist laut Schulze-Stölting mit Bedacht gewählt worden, um von vornherein mögliche negative Beeinträchtigungen der Anwohner auszuschließen. So ist der Bau der Anlage mit direkter Anbindung an die entstehende Umgehungsstraße geplant – weit entfernt von jeder Siedlung. Sowohl nach Eimbeckhausen als auch nach Luthringhausen und Böbber beträgt die Entfernung über 700 Meter Luftlinie.

Da die Anlage nahezu geräuschlos arbeite, würde eine Lärmbelästigung ohnehin kaum auftreten. Die Aufbereitungsanlage der Eon für das Biogas – das danach als hochwertiges Biomethan ins öffentliche Netz eingespeist wird – ist nach Angaben eines Eon-Mitarbeiters „eingehaust“ und somit ebenfalls nicht übermäßig laut. Auf die große Entfernung sei nichts zu hören. Dem Problem der Lärmbelästigung während der Ernte wollen die Betreiber durch den Transport des Maises per Lkw entgegenwirken. Diese führen deutlich leiser als die üblicherweise benutzten Schlepper.

Auch der Geruch dürfte kein Problem sein. Er sei in den nächst gelegenen Siedlungen nicht wahrnehmbar. Georg Seibert vom Planungsbüro von Luckwald aus Hameln: „Wir hatten einen Ortstermin mit einem Experten für Geruchsfragen vom TÜV-Nord. Der hat uns versichert, dass in einem mehr als 600 Meter entfernten Wohngebiet keine relevanten Gerüche mehr auftreten würden.“

Bleibt die Gefahr der Monokultur durch übermäßigen Maisanbau. Schulze-Stölting: „Wir haben neben den sechs Betreibern acht weitere Bauern ins Boot geholt, die für uns Mais anbauen. Daher können wir weiter eine vierjährige Fruchtfolge gewährleisten.“

Heute (Restaurant Metaxa, 19 Uhr) will dann der Ortsrat seine Entscheidung zur Biomethananlage fällen. Das Gremium wollte zunächst die Infoveranstaltung abwarten.




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