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Stadt Porta schafft Planungsgrundlagen

Biogasanlage für 20 Mio. Euro in Nammen

Bückeburg/Nammen (rc). Im Gewerbegebiet Nammen direkt an der Grenze zum Stadtgebiet Bückeburg soll eine Biogasanlage samt einer „Aquakulturanlage“, einer „Ganzjahrespflanzenzuchtanlage“ (also Treibhäuser) und einer Kläranlage gebaut werden. Rund 20 Millionen Euro will ein bisher unbekannter Investor in das Projekt stecken. Im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Porta Westfalica wurde das Projekt jetzt erstmals öffentlich beraten. Denn für die Ansiedlung muss der entsprechende Flächennutzungsplan geändert werden. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für die Änderung aus.

veröffentlicht am 11.02.2009 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 10:21 Uhr

Rund 20 000 Quadratmeter Fläche will der Investor im nordöstlichen Bereich des Gewerbegebietes bebauen. Damit der Zu- und Abfahrtverkehr gewährleistet ist, soll eine weitere Zufahrt auf die Landesstraße 534, der Rintelner Straße, gebaut werden. Ein Teil der benötigten Fläche ist derzeit als Grünstreifen und Abgrenzung zur freien Landschaft ausgewiesen, sodass dort Veränderungen notwendig sind. Im Anschluss an das bisher ausgewiesene Gewerbegebiet will die Stadt Porta in nördliche Richtung zudem weitere Flächen als Gewerbeflächen ausweisen.

Der Investor will jedenfalls eine Biogasanlage errichten. Deren thermische Energie soll in eine „Aquakulturanlage“ fließen, die in einer 90 mal 90 Meter großen Halle untergebracht wird, sowie in Treibhäuser, in denen das ganz Jahr über insbesondere Gemüse gezüchtet werden soll. Außerdem muss ein Brunnen gebohrt werden, damit die Pflanzen genügend gewässert werden können. Zudem wird eine eigene Kläranlage benötigt.

Wann das Projekt an den Start gehen kann, wurde im Ausschuss nicht gesagt. Planungsrechtlich kann es bis zu ein Jahr dauern, bis alle Voraussetzungen seitens der Stadt Porta geschaffen sind. Um das Gewerbegebiet Nammen besser an das überörtliche Straßensystem anzubinden, hatte die Stadt Porta im vergangenen Jahr den Bau der Rampe auf die B 83 im Bereich des Hasengartens und den Ausbau der Straße „Im Gallen“ entlang des Segelflugplatzes hoch zur Rintelner Straße finanziert. Im November 2009 soll der letzte Abschnitt fertig sein. 1,5 Millionen Euro lässt sich die Stadt Porta das Projekt kosten.




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