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Verfassungsausschuss legt der Synode Reformpläne vor

Bischof künftig nicht mehr Oberprediger in Bückeburg

Bückeburg (jpw). Die Amtssitze für die beiden Superintendenten der neu geschaffenen beiden Kirchenbezirke werden auch künftig nicht auf die beiden Städte Stadthagen und Bückeburg festgelegt.

veröffentlicht am 31.05.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 14:41 Uhr

Mit dieser Rücknahme der ursprünglichen Überlegungen hat der Verfassungsausschuss bereits im Vorfeld der 18. Landessynode wohl das größte Hindernis für die von der Synode vorgesehenen Änderung der Verfassung aus dem Weg geräumt.

„Es zeigte sich bei allen Erörterungen, dass es in der Synode eine notwendige Zweidrittelmehrheit für eine Verfassungsänderung wohl nicht geben kann“, begründete der Vorsitzende des Ausschusses, Harald Weidenmüller gestern im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Altenhagen-Hagenburg die Beschlussvorlage. Er machte deutlich, dass er persönlich aufgrund des „Verwaltungskörpers“ zum Beispiel eine dauerhafte Verlagerung des Amtes des Superintendenten nach Stadthagen gerne gesehen hätte.

Ohne weitere Diskussion stimmten die Synodalen der Trennung der Aufhebung der Personalunion von Landesbischof und Oberprediger von Bückeburg zu. Die geschäftsführenden Aufgaben innerhalb der Kirchengemeinde Bückeburg und die auf die gesamte Landeskirche ausgerichteten Aufgaben sollen künftig von unterschiedlichen Personen wahrgenommen werden.

Beschlossen wurde weiterhin, dass die beiden Stadt-Kirchenbezirke Bückeburg und Stadthagen in den bisherigen Bezirken Ost und West aufgehen sollen, an ihrer Spitze steht jeweils ein Superintendent.

Erhalten bleiben die Amtsbezeichnungen „Oberprediger“. Diese tragen weiterhin die Inhaber der ersten Pfarrstellen in Bückeburg und Stadthagen. Innerhalb des Landeskirchenamtes wird es künftig nur noch zwei statt drei Hauptabteilungen geben. Das „verschlankte“ Landeskirchenamt besteht somit künftig aus den Hauptabteilungen „Recht und Verwaltung“ sowie der Hauptabteilung „Theologie“.

Die Änderungen, so hieß es in der den Synodalen vorliegenden Beschlussvorlage, passten sich sinnvoll in die Überlegungen zur Reduzierung der Pfarrstellen ein. Damit ließe sich eine „verantwortbare Verschlankung der landeskirchlichen Strukturen“ erreichen. Nennenswerte finanzielle Entlastungen seien mit dem Vorschlag nicht verbunden.

Weitere Anregungen aus der synodalen Arbeitstagung vom Februar dieses Jahres, wie die Verkürzung der Wahlperiode der Gemeindekirchenräte, eine Direktwahl der Kirchenvorstände durch die Kirchengemeinde, einer angemessenen Berücksichtigung von bisher nicht vertretenen Gemeinden in der Synode und einer Wahl der Superintendenten und ihrer Mitgliedschaft in der Synode sollen der weiteren Arbeit des Verfassungsausschusses vorbehalten bleiben.




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