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„DFB-Mobil“ macht Station beim VfL Bückeburg und gibt Kindertrainern viele Tipps

Bloß kein Konditionstraining – und viel loben!

Bückeburg (wk). Die Jugendfußballsparte des VfL Bückeburg hat erneut Besuch vom „DFB-Mobil“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gehabt. Mit an Bord waren zwei engagierte Trainer – im Sprachjargon des Dachverbandes „Teamer“ genannt –, die den Jugendtrainern des VfL gezeigt haben, wie ein Training für den Fußballnachwuchs idealerweise durchgeführt werden sollte. Ort der kostenlosen Fortbildungsveranstaltung war die Sporthalle der Grundschule Am Harrl. Als Probanden dienten die kleinen Kicker der F1- und F2-Mannschaften des VfL, die an der ganzen Aktion übrigens sichtlich Spaß hatten.

veröffentlicht am 17.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:21 Uhr

Ein häufig gemachter Fehler ist, dass mit den Kindern nicht altersgerecht trainiert, sondern nur auf die Wettkämpfe hin „geeifert“ wird, erklärte Tobias Feldmann, einer der beiden DFB-Teamer. Aus diesem Grund würden meist stärke Spieler bevorzugt und die schwächeren auf die Ersatzbank verdammt, wodurch der Spaß am Fußball bei den Schwächeren leider verloren gehe. Was man dabei auch bedenken sollte: „Die Kinder innerhalb einer Altersgruppe entwickeln sich unterschiedlich schnell“. Soll heißen: Auch anfänglich als weniger talentiert eingestufte Nachwuchskicker können bei entsprechender Förderung durchaus zu spielstarken Fußballern heranreifen.

Darüber hinaus werden in den Vereinen laut Feldmann oftmals „die falschen Komponenten“ – sprich: die Kraft und Ausdauer – trainiert. Konditionstrainings haben bei Kindern bis einschließlich zur E-Jugend demnach nichts verloren, und sollten erst ab der D-Jugend mit Bedacht eingeführt werden. In den „jüngeren“ Spielklassen sollten stattdessen die Bereiche Koordination und Technik trainiert werden – und dies sehr abwechslungsreich, damit das Fußballtraining interessant bleibt. Und nicht vergessen: „Immer loben!“

Ein Problem, dem man von Vereinsseite her ebenfalls durch eine entsprechende Aufklärung begegnen müsse, seien zudem Eltern, die aus eigenem Ehrgeiz heraus den Trainern von Jugendmannschaften in die Arbeit hineinreden und ihnen Vorschriften machen wollen, wie die Sprösslinge gefördert werden müssen, so der DFB-Teamer. Das reiche sogar so weit, dass manche Eltern ihre Kinder unbedingt auf bestimmten Positionen (etwa Stürmer) spielen sehen wollen, obwohl ein Fußballer umso wertvoller ist, je vielseitiger er ausgebildet worden ist und später auf dem Fußball-Platz eingesetzt werden kann.




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