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Blühende Gärten

Jetzt im Sommer verbringen viele gerne Zeit im Garten, sei es zum Bearbeiten des Gartens oder zur Erholung. Ein schöner Garten ist der Inbegriff fürs Paradies. In den ersten Seiten der Bibel ist vom Paradiesgarten die Rede: "Da legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten einen Garten an und setzte dorthin den Menschen... Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte..."

veröffentlicht am 26.07.2008 um 00:00 Uhr

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Ein Garten muss bearbeitet werden. In einem Garten finden wir verschiedene Bereiche: Da gibt es Beete, wo die Pflanzen in voller Blüte oder voller Frucht stehen - das können wir genießen und uns zurücklehnen. Es gibt andere Beete, die abgeerntet sind, die gute Ergebnisse brachten und wo jetzt neues Säen nötig ist. Dann gibt es Beete, die frisch eingesät sind und wo das Wachstum beginnt. Hier ist noch einiges an Arbeit nötig. Die meiste und unangenehmste Arbeit aber ist neben dem Rasenmähen die Entfernung von Unkraut und Disteln. Das ist mühsam und kostet Zeit und Kraft. In einer Ecke des Gartens ist noch der Komposthaufen, wo der Mist hineinkommt, der dann wieder zu guter Muttererde werden kann. Schließlich darf ein lauschiges Plätzchen zur Erholung im Garten nicht fehlen. Der Garten muss geschützt werden. Deshalb umschließt ihn oft ein Gartenzaun oder eine Hecke. Vergleichen wir unser Leben mit dem Garten und seinen verschiedenen Beeten! Unser Leben wurde uns als Gabe und Aufgabe geschenkt. Wir sollen und dürfen die einzelnen Bereiche unseres Lebens wie einen Garten gestalten und auch schützen. Überlegen Sie doch einmal, welche Bereiche Ihres Lebens den einzelnen Beeten gleichen: Wo ordnen Sie ihren Beruf, ihre Freizeitgestaltung, den Umgang mit ihrer Gesundheit, die Beziehung zu ihrem Ehepartner, ihren Kindern, ihren Freunden, ihren Umgang mit Geld und Zeit... ein? Und wo Ihre Beziehungzu Gott? Auch die Ehe ist wie ein Garten, der aus verschiedenen Beeten besteht. Es ist gut, sich die Zeit zu nehmen, auf diesen Garten zu schauen. Denn er will bearbeitet und geschützt werden. Der Zaun um den Ehegarten kann leicht durch außergewöhnliche Belastungen von außen wie Krankheiten, Unfälle und viel Arbeit zerstört werden - aber auch von innen, wenn die Kommunikation an der Oberfläche bleibt und Zärtlichkeit und Romantik auf der Strecke bleiben. Es lohnt sich, sich für den Ehegarten einzusetzen, nicht nur weil man dort ein Stück "Paradies" erleben kann, sondern auch weil das Zerbrechen für alle Beteiligten mit viel Leid verbunden ist. Einen nachdenklichen Sonnabend oder Sonntag im Garten wünscht Ihnen Martina Knöpfel-Lüssem. Martina Knöpfel-Lüssem ist Gemeindereferentin in der katholischen Kirchengemeinde St. Sturmius Rinteln.




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