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Von „Kochprofis“ und „Küchenmeistern“: Ferienbetreuung in der Samtgemeinde Nienstädt

Bolognese-Soße kommt nicht aus der Fabrik

Nienstädt (gus). Bei der Ferienbetreuung der Samtgemeinde werden Kinder zu „Kochprofis“ und Betreuer zu „Küchenmeistern“. Unter der Anleitung Anett Pantens, Maike Begemanns, Olga Leflers und Ronja Steges bereiten die Jungen und Mädchen ihr Mittagessen selbst zu.

veröffentlicht am 16.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:22 Uhr

24 Kinder sind für diese Woche angemeldet, 27 werden es in der kommenden Woche. Für sie steht das Thema Gesundheit auf dem Speiseplan, vor allem aber das Selbermachen, denn was die Knirpse mit eigenen Händen zubereiteten, essen sie mit umso mehr Freude.

Nach Worten Pantens soll dies den Kindern zeigen, dass Bolognese-Soße nicht zwingend in den Fabriken von Knorr und Maggi vorgekocht werden und Pizza nicht unbedingt aus dem Tiefkühlfach stammen muss. Und dass die frisch zubereiteten Speisen auch noch besser schmecken.

Am besten gelang diese Demonstration beim Vanillepudding. Dafür benutzten die Kinder kein Puddingpulver sondern eine echte Vanilleschote sowie zum Andicken Eigelb und Speisestärke. Das Resultat überzeugte restlos – nicht nur gesünder, sondern auch leckerer als ein Fertigprodukt war der selbst gemachte Pudding. Und das einzige Mal blieb nichts übrig. Tim Sundermeyer sagte begeistert, er wolle das Rezept zu Hause mit seiner Mama nachkochen.

Aus drei Gängen bestehen die täglichen Menüs. Die Rezepte haben die Betreuerinnen zusammengetragen. Dabei wechselten sie beliebte Kinderspeisen mit Gerichten ab, die nicht zu den verbreiteten Lieblingsspeisen von Jungen und Mädchen zählen. Pizza, Spaghetti und Lasagne standen beispielsweise Gulasch, Fisch und Kartoffelgratin gegenüber.

Donnerstag gab es Pizza als Hauptgang, vorweg Salat und als Nachtisch Eis – dies ausnahmsweise nicht von Kinderhand gemacht. Das bedeutete, dass die erste „Kochprofi“-Gruppe bereits morgens am Herd stehen mussten, um den Teig zu kneten. Anschließend konnten sie Pause machen und spielen, während sich die nächste Gruppe um die Vorbereitung des Salats und des Pizzabelags machte.

Sechs unterschiedliche Varianten kamen in den Ofen, abgesehen von gängigen Zutaten wie Salami und Schinken belegten die Jungen und Mädchen einige Pizzen auch mit Würstchen und Hackfleisch – der Phantasie waren kaum Grenzen gesetzt.

Mit Kochen und Essen ist es in der Ferienbetreuung indes nicht getan. Auch Tisch decken und Aufräumen gehören zu den Aufgaben, um die sich jedoch niemand drückt. Alle Arbeiten machen gleich viel Spaß, finden Stella Madita Di Noto und Emilie Stuckert. Bei den Gerichten haben sie aber unterschiedliche Vorlieben: Stella schmeckten die Spaghetti am besten, Emilie die Suppe vom Montag,




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