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Antrag von SPD-Ratsfrau Teigeler-Tegtmeier / Stadt willüber Ankauf verhandeln

Bolzplatz für Nordstadt-Jugendliche auf Sportanlage der britischen Schule?

Rinteln (crs). Die Weichen für das Sportzentrum im Süden der Stadt an der Burgfeldsweide sind gestellt (wir berichteten). Jetzt sorgt sich Astrid Teigeler-Tegtmeier um die Jugendlichen in der Nordstadt: "Hier fehlen Plätze, wo die sich so richtig austoben können", mahnt die SPD-Ratsfrau an. Ihre Idee: Durch den Abzug britischer Truppen aus Deutschland könnte auf dem Gelände der Prince Rupert School an der Waldkaterallee Platz frei werden. Ihr Antrag: "Die Stadt soll mit den Eigentümern des Sportplatzes der britischen Schule Kontakt aufnehmen, um Flächen für einen Bolzplatz anzukaufen."

veröffentlicht am 08.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Die "British Forces Germany" werden in den kommenden Jahren mehrere tausend britische Soldaten aus Deutschland abziehen, der Garnisonsstandort Osnabrück wird mittelfristig wohl aufgegeben. Auf den Bestand der 1947 gegründeten Prince Rupert School hat dieser Truppenabzug indes keine Auswirkungen. Nur ein Bruchteil der Schüler komme aus Osnabrück, die meisten kämen aus Herford oder Hameln, sagt Martina Hollmann, Pressesprecherin der Britischen Armee im Hauptquartier in Herford: "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinerlei Überlegungen, die Schule in Rinteln aufzugeben." Trotzdem stehen die Aussichten für einen Bolzplatz in der Nordstadt gar nicht so schlecht. Auch wenn die Prince Rupert School die Sportanlagen westlich der Kurt-Schumacher-Straße noch nutzt - die Flächen östlich der Straße hat sie schon länger aufgegeben. Die Markierungen auf dem vor langer Zeit angelegten Asphaltplatz verblassen so langsam, sattes Birkengrün hat sich an einigen Stellen schon den Weg durch die Deckschicht gebahnt. Wegen dieser Flächen hat die Stadt schon vor einiger Zeit Verhandlungen mit der Bundesvermögensverwaltung als Eigentümerin geführt. "Natürlich haben die Briten aufgrund alter Rechte den ersten Zugriff", sagt Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Er hält es aber für möglich, dass die Armee das schon länger nicht mehr aktiv genutzte Gelände freigeben könnte. Knackpunkt für die Stadt dürften aber wie so oft die Finanzen sein: Bislang waren die Forderungen der Bundesvermögensverwaltung "ganz einfach zu hoch", so Buchholz. "Der Gedanke ist aber richtig: Wir brauchen einen Bolzplatz in der Nordstadt", unterstützt Buchholz den Vorstoß Teigeler-Tegtmeiers. Beraten wird der Antrag wohl erst nach der Kommunalwahl - trotzdem will die Verwaltungsspitze bereits jetzt erneut mit der Bundesvermögensverwaltung in Kontakt treten.




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