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Verhandlungen zu Unterpachtvertrag stehen bevor / Rückzug von der zentralen Spielanlage möglich

Boulefreunde: Kurpark ade?

Bad Nenndorf. Die Boulefreunde Bad Nenndorf erwägen ihren Rückzug aus dem Kurpark. Dies geht aus einer Diskussion bei der Hauptversammlung des Vereins hervor. Allerdings haben zunächst Verhandlungen mit der Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT) über einen Vertrag zur Nutzung des Boulodroms Vorrang.

veröffentlicht am 27.01.2015 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:22 Uhr

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Ziel ist mehr Selbstbestimmung bei Veranstaltungen. Seit Jahren wollen die Pétanque-Akteure ein Regelwerk, das ihnen beispielsweise eigene Bewirtung an den drei Boulebahnen erlaubt. Vor der Kurparksanierung waren die Verhandlungen darüber zurückgestellt worden, jetzt aber wollen die Boulefreunde einen erneuten Vorstoß wagen.

Herbert Kruppa erklärte, dass die KurT der Verhandlungspartner ist, nicht etwa die Stadt. Dieser gehöre der Park zwar, die KurT sei aber Pächterin. Mit ihr sei ein Unterpachtvertrag zu schließen. Weil Kruppa als Ratsherr gut informiert sei, lud ihn Rainer Gärtner, Vorsitzender der Boulefreunde, ein, die Verhandlungen mit vorzubereiten.

Sollten die Verhandlungen nicht zum gewünschten Ergebnis führen, könnten die Boulefreunde dem Park in Gänze den Rücken kehren. Ins Gespräch gebracht wurde eine eigene Spielanlage hinter dem Hallenbad. Dort gebe es ausreichend Platz, Eigentümer des Areals sei die Stadt. In der Versammlung erhielt diese Vision Lob, dennoch solle erst einmal die Verhandlung über den Unterpachtvertrag für das Boulodrom abgewartet werden. Herbert Lipka wies darauf hin, dass der Verein am Bau eines Teils dieser Anlage beteiligt war. Dies sei in den Gesprächen zu berücksichtigen.

Gewünscht wird außerdem eine Beleuchtung der Bahnen. Gärtner gab zu bedenken, dass dies kompliziert umzusetzen ist, zumal die Stromabrechnung nur mit einem separaten Zähler möglich wäre. Außerdem müsste die Beleuchtung so installiert werden, dass sie nur von befugten Personen ein- und auszuschalten ist. Ohnehin habe der Verein das günstige Zeitfenster der Kurparksanierung verpasst.

In der Diskussion wurde auch deutlich, dass die Kugel-Sportler ihre Arbeit nicht ausreichend gewürdigt sehen. Es habe den Anschein, Bad Nenndorf schäme sich geradezu für seine Boulespieler, hieß es. Dies schlossen einige Mitglieder unter anderem aus dem Umstand, dass das Kurpark-Boulodrom mit Hecken geradezu abgeschottet werde.

Die Boulefreunde sind aus dem vor rund 15 Jahren ausgebrochenen Boule-Fieber hervorgegangen. Seinerzeit wurden die ersten Kreismeisterschaften in Bad Nenndorf ausgetragen, sie entwickelten sich zu regelrechten Publikumsmagneten. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren organisieren die Boulefreunde die offene Stadt- und Samtgemeindemeisterschaft.

Die Bahnen werden auch abseits dieses Turniers nicht nur von den Boulefreunden genutzt. So werfen der Kneipp-Verein und die „Montagsbouler“ dort ihre Kugeln. Ein Mitglied der Boulefreunde erzählte von einem Kurgast, der sich wegen der Boulebahnen für Bad Nenndorf als Genesungsort entschieden habe.




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