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Auszeichnung für innovatives Handelskonzept / "Haben überhaupt nicht damit gerechnet"

"Branchen-Oscar" für Kaufhaus Hagemeyer

Stadthagen/Minden (hb). Der weltbekannte "Oscar" aus Hollywood ist es zwar nicht. Für das Kaufhaus Hagemeyer hat diese Auszeichnung dennoch den Stellenwert der weltbekannten Trophäe. Das Unternehmen mit Standorten in Minden, Stadthagen und Bad Oeynhausen hat jetzt in Heidelberg den Forum-Preis der Textilwirtschaft erhalten.

veröffentlicht am 20.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

"Wir habenüberhaupt nicht damit gerechnet", erklären die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Fritz Drabert und Jürgen Ahrens. Das 1879 in Minden gegründete Familienunternehmen mit rund 400 Mitarbeitern erhielt die jährlich europaweit vergebene Auszeichnung in der Sparte Handel. Eine Bewerbung für den "Branchen-Oscar" ist nicht möglich. Die 14-köpfige Jury des von der Zeitschrift "Textilwirtschaft" 1959 initiierten Preises habe damit die Umstrukturierung vom Kaufhaus zum exquisiten Modehaus sowie die Art der Präsentation in Form von acht verschiedenen Stilwelten gewürdigt, freut sich Geschäftsführer Hans-Peter Vankerkom, zuständig für Ein- und Verkauf. Was in der Heidelberger Laudatio als "unternehmerische Leistung, die von großem Einfluss und nachhaltiger Wirkung auf die Entwicklung des Unternehmens ist", bezeichnet wurde, beschreibt Vankerkom so: "Wir sind trend-orientiert und versuchen fortwährend, die Bedürfnisse der Kunden auf die Verkaufsfläche zu übersetzen." Dabei solle jeder Kunde in der Lage sein, etwas seinem Geldbeutel Entsprechendes zu finden. Fester und notwendiger Bestandteil des Hagemeyer-Konzeptes sei es, immer am Puls der Zeit zu sein: "Dadurch sieht es manchmal so aus, als wären wir in unseren Häusern ständig am Umbauen..." Allein in Minden habe es von der Sommer- zur Herbstsaison 38 Flächenveränderungen gegeben, beschreibt Vankerkom die Konsequenz aus dem kostenintensiven und jetzt prämierten Stilwelten-Konzept. Hinzu kämen ständige Veränderungen bei den Lieferanten. Jemand, der vor einem Jahr noch genau ins Angebotsschema gepasst habe, könne heute plötzlich durchs Raster fallen, so Vankerkom. Letztlich gehe es einzig und allein um den entscheidenden Punkt, sagen Drabert und Ahrens: "Oberste Prämisse ist esstets, das Haus mit den Augen des Kunden zu gestalten."




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