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14 Brände halten Feuerwehr und Polizei im Kreis Minden-Lübbecke am Sonntagabend und am Montagabend in Atem

Brandstiftung: Pkw, Container und Stroh in Flammen

Minden-Lübbecke (rd/ots). In Minden und Porta hat sich eine Serie von Bränden ereignet, die offenbar größtenteils auf Brandstiftung zurückzuführen sind. Insgesamt 14 Brände hielten die Feuerwehr und die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke am Sonntagabend und am Montagabend in Atem. Mehrere der mutmaßlichen Täter, darunter vier Heranwachsende, wurden gefasst.

veröffentlicht am 28.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 07:41 Uhr

Insgesamt sieben Mal mussten die Einsatzkräfte am Montagabend zu unterschiedlichen Brandorten in Minden und Petershagen ausrücken. Zunächst wurde gegen 20.40 Uhr in Minden-Todtenhausen der Brand eines Pkw festgestellt. Dort brannte in der Straße Hudegrund ein Ford Mondeo.

Ein weiterer Ford brannte gegen 21.50 Uhr im Bereich Friedrich-Wilhelm-Straße/Festungsstraße. Auch dieser Brandort konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Zwei abgemeldete Pkw brannten kurze Zeit später vor einem Autohandel in Minden-Meißen. Um 22.14 Uhr wurde der Brand eines BMW an einem Carport in der Feldstraße gemeldet.

Zu zwei Containerbränden kam es dann gegen 22.40 Uhr im Bereich der Mindener Innenstadt. Zuvor war es bereits gegen 20 Uhr in der Gartenringstraße in Petershagen zu einem Brand gekommen. Dort brannte aus bisher unbekannter Ursache ein Holzstapel unterhalb eines Baumhauses. Das Feuer konnte jedoch rechtzeitig durch einen Nachbarn gelöscht werden.

Aufgrund von Zeugenhinweisen richtete sich in allen Fällen schnell ein dringender Tatverdacht gegen einen 37-jährigen Mann aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Im Rahmen von intensiven Fahndungsmaßnahmen und der Zusammenziehung von mehreren Streifenwagenbesatzungen konnte der flüchtige Tatverdächtige kurze Zeit später durch Polizeibeamte im Bereich der Mindener Innenstadt ermittelt und festgenommen werden. Er macht einen völlig verwirrten Eindruck, war alkoholisiert konnte keine Angaben machen und wurde noch in der Nacht in eine Klinik eingewiesen. In allen Fällen hat er Grillanzünder für seine Brandstiftungen benutzt, so die Polizei.

Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr kam es in der Friedrich-Wilhelm-Straße in Minden aus zunächst ungeklärter Ursache zu einem Brand in einer leer stehenden Lagerhalle. Das Feuer breitete sich schnell aus, sodass es zu einem Vollbrand kam. Die Feuerwehr setzte zur Brandbekämpfung rund 130 Feuerwehrleute ein. Ein angrenzendes Mehrfamilienhaus musste aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Die 13 Personen wurden durch Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt Minden betreut. Verletzte Personen sind nicht festgestellt worden. Nach ersten Schätzungen ist ein Sachschaden in Höhe von circa 500 000 Euro entstanden.

In unmittelbarer Tatortnähe konnten zwei 15-jährige Jugendliche und zwei 13-jährige Kinder durch Einsatzkräfte der Polizei ermittelt werden, die beim Verlassen der Lagerhalle von aufmerksamen Zeugen gesehen wurden. Diese haben mittlerweile die Brandstiftung zugegeben. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Zu einem Kellerbrand wurden Feuerwehr und Polizei gegen 21.30 Uhr in der Schenkendorfstraße in Minden gerufen. Dank des raschen Eingreifens der Rettungskräfte entstand im Keller des Mehrfamilienhauses nur ein geringer Sachschaden. Die Brandursache ist derzeit nicht bekannt. Brandstiftung wird jedoch vermutet.

Gegen 22.20 Uhr brannten an einem unbenannten Feldweg in Porta Westfalica-Vennebeck circa 15 Strohballen. Kurze Zeit später standen 20 weitere Strohballen an einem anderen Feldweg ebenfalls in Porta Westfalica-Vennebeck in Flammen.

In Porta Westfalica-Möllbergen wurde um 23.26 Uhr der Brand eines Pkw gemeldet. Dort brannte in der Straße In der Marsch ein Audi.

Gegen 2.35 Uhr wurde in Bad Oeynhausen-Eidinghausen der Brand eines Pkw festgestellt. In der Wöhrener Straße brannte ein Renault Twingo. Auch in diesen Fällen wird Brandstiftung vermutet.

Die weiteren Ermittlungen der Polizei dauern an. Zeugenhinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.




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