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Theater Liberi bringt „Aschenputtel – Das Musical“ auf die Bühne des Kurtheaters

Braut und Prinz mit Charme und Herz

Bad Nenndorf (kle). „Es gibt keine Hochzeit, Ihr könnt nach Hause gehen.“ Als bei der Aufführung des Kindermusicals „Aschenputtel“ mitten in der Vorstellung das Licht angeht und der „Prinz“ sich langsam ans Abbauen macht, machen die jungen Zuschauer im prall gefüllten Kurtheater erst einmal große Augen – und lange Gesichter. Doch bald durchschauen sie den Spaß und rufen dem Drückeberger ein lautes „Neeeein!“ entgegen. Zum Glück: Sonst hätte der Prinz am Ende noch das Finale seines eigenen Märchens und das Aufeinandertreffen mit seiner großen Liebe, dem „Aschenputtel“, verpasst.

veröffentlicht am 10.12.2012 um 20:26 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:42 Uhr

Verpackt als kindgerechtes Musical mit kindgerechtem Witz und vielen modernen Zügen präsentierte das Bochumer Theater Liberi das berühmte Märchen der Gebrüder Grimm – und gönnte sich dabei ausreichend Freiraum, um den Charakteren etwas mehr Charme und „Herz“ zu verpassen. Anleihen aus Klassikern wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ waren dabei nicht zu übersehen.

Die Kinder hatten offenkundig ihren Spaß – fröhliches Glucksen aus den Publikumsreihen gehörte von Beginn an zur Aufführung dazu – und fieberten mit ihren Helden auf der Bühne mit. Allein die böse Stiefmutter fand erwartungsgemäß nicht so viele Fans: „Weil die so böse zu Aschenputtel ist“, begründete die sechsjährige Lena ihr Urteil über die strenge Dame (schön steif gespielt von Sabine Hennig). Das arme Aschenputtel kam da schon viel besser an – besonders bei der jungen Samai (5), „weil die so gut singen kann“. Auch für die etwas ältere Mette (8) war es ein eindrucksvolles Erlebnis, mit dem eine Darbietung in der heimischen „Flimmerkiste“ nicht zu vergleichen sei: „Ich finde es toll, dass das alles richtig passiert und die das richtig auf der Bühne spielen.“




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