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Differenzen in Rodenberger Gruppe

Brenntag Dorn im Auge: Nabu fordert Regelung

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Beim Rodenberger Naturschutzbund (Nabu) ist die weitere Herrichtung der neuen Biotopfläche in der Gemarkung Altenhagen II ins Stocken geraten. „Wir warten auf die Zusage aus der neuen Bingo-Stiftung“, berichtete der Vorsitzende Gerhard Hurek über beantragte Fördermittel für die weitere Umsetzung des Konzepts. Mit kleinen Wällen und Teichen soll die ehemalige landwirtschaftliche Fläche geformt werden. Streuobstwiese und standortgerechtes Saatgut können folgen. Auch eine wasserrechtliche Genehmigung steht noch aus.

veröffentlicht am 08.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Sichtlich zufrieden zeigte sich Hurek, die rund 4200 Quadratmeter große Fläche erworben zu haben. „Sie liegt mitten in einer nahezu ausgeräumten Agrarlandschaft im Deistervorland“, berichtete er den Teilnehmern der Jahresversammlung und wandte sich zugleich gegen kürzlich geäußerte Kritik im Messenkämper Rat, das vorgelegte Nabu-Konzept sei ein „ökologischer Flop“ (wir berichteten): „Nur mit geeigneten Maßnahmen kann hier ein artenreiches Biotop entstehen“, rügte er „das vorschnelle Urteil der Gegner“. Inzwischen habe er Bürgermeister Frank Witte eine „Begehung und Erläuterung“ angeboten.

Hurek musste sich allerdings auch Kritik aus den eigenen Reihen anhören. Mitglied Wolfgang Schiefer, der auch Ratsherr in Messenkamp ist, monierte den hohen Kaufpreis in Höhe von 1,57 Euro. „Über die Samtgemeindeverwaltung wären 80 Cent möglich gewesen“, wetterte das frühere Vorstandsmitglied. „Von diesem Betrag höre ich heute das erste Mal“, wandte Hurek ein und verwies auf die Katasterunterlagen: Dort ist das Areal als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen: Ein besserer Preis sei deshalb „nicht zu machen gewesen“.

Hurek musste sich an diesem Abend auch noch andere Bemerkungen unter anderem von Vorstandsmitgliedern gefallen lassen. Sie warfen ihm „Alleingänge“ zu unterschiedlichen Anlässen vor. Andererseits nahm ihn Schiefer, der wiederholt Kritik übte, in Schutz: „Keiner setzt sich mehr für den Nabu ein. Ich würde mir das nicht zutrauen.“

Ratlos zeigte sich der Vorsitzende bei der seit einem Jahr bestehenden Forderung nach Abschaffung der Brenntage. Er habe bei der Samtgemeinde Rodenberg wiederholt eine Entscheidung angemahnt, die jedoch weiter auf sich warten lasse: „In anderen Kommunen gibt es schon lange eingeschränkte Regelungen; warum nicht hier“, fragte er und bat die Teilnehmer „um kreative Ideen“, wie den Forderungen Nachdruck verliehen werden könne. Ziel der Initiative ist es, zumindest für die Ortslagen ein absolutes Brennverbot vorzusehen.




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