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Brenntage stehen vor der Abschaffung

Bückeburg (rc). In Bückeburg wird es im kommenden Jahr keine Brenntage mehr geben, jedenfalls, wenn die Stimmung im Bau- und Umweltausschuss auch in einen konkreten Beschluss umgesetzt wird.

veröffentlicht am 02.12.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 11:41 Uhr

Im Oktober durften die Bückeburger freitags und samstags ihren Gartenschnitt verbrennen. Obwohl nach den Auflagen der gültigen Brennordnung an so gut wie keiner Stelle im Stadtgebiet gebrannt werden darf, weil Grenzabstände eingehalten werden müssen, griffen zahlreiche Gartenbesitzer doch wieder zu ihrem Feuerzeug und zündelten. „Bei uns hat es wieder furchtbar gequalmt“, berichtete Wir-Ratsfrau Edeltraut Müller von den Geschehnissen am Südharrl. Ein Anruf bei der Polizei habe dann ergeben, dass der Polizei noch nicht einmal die derzeit gültige Brennverordnung vorliege. Es habe also weiter gekokelt werden dürfen. „Dabei haben wir doch erst im Frühjahr diskutiert und beschlossen“, beschwerte sich Edeltraut Müller, dass die Verwaltung die neue Verordnung nicht weiter an die Polizei geleitet habe. Offensichtlich ein Irrtum. Wie der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) in Erinnerung brachte, sei die alte Verordnung nicht geändert worden, da ohnehin nirgendwo im Stadtgebiet gekokelt werden dürfe: „Wir brauchten gar keine neue Satzung.“ Darum habe auch nichts weitergeleitet werden können.

Um auszuschließen, dass gegen die Brennverordnung verstoßen wird, sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Insinger: „Wir sollten endlich die Konsequenzen ziehen und sie abschaffen.“ Was Wolfhard Müller (SPD) unterstützte. Er beantragte für die nächste Sitzung, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen und die Brenntage abzuschaffen.




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