weather-image
20°
×

Fastflitzer überzeugen

Brocken-Marathon als Herausforderung

OSTERWALD. Der Harzgebirgslauf gilt als eine der renommiertesten Laufveranstaltungen in Deutschland. Zur 40. Jubiläumsausgabe haben mehr als 4000 Läufer ihren Weg nach Wernigerode gefunden, darunter auch Vertreter der LG Fastflitzer aus Osterwald, für die der Lauf seit Jahren einen festen Platz im Terminkalender einnimmt.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 16:51 Uhr

Avatar2

Autor

Reporter

Stellvertretend für die Osterwalder Läuferinnen hatte sich Nina Wüstemann nach längerer Verletzungspause den 11-km-Lauf mit 260 Höhenmetern vorgenommen, den sie beschwerdefrei in 1:17:56 Stunde bewältigen konnte. Marc Bruns und Eike Dempewolf haben sich der Königsetappe des Harzgebirgslaufes, dem Brocken-Marathon gestellt. Mit seinen mehr als 1100 Höhenmetern auf der 42,125-Kilometer-Distanz gehört er zu den schwersten Marathonveranstaltungen in Deutschland. Nach dem Start an der Wernigeroder Himmelpforte verläuft die Strecke neun Kilometer auf und ab ins Harzstädtchen Ilsenburg. Spätestens am Steilhang der Ilsefälle wird den Läufern klar, dass dieser Lauf nicht mit einem flachen Stadtmarathon zu vergleichen ist. Hinter der Verpflegungsstation Stempelbuche treffen die Teilnehmer auf den berüchtigten Hirtenstieg, der als ehemaliger Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen mit mehr als 20 Prozent Steigung steil empor- führt. Am Eisernen Tisch werden den Läufern Westen gegen die heftigen Windböen gereicht. Nach Kilometer 19 haben sie den Gipfel des Brockens erreicht, wie so oft hüllt sich die kahle Kuppe in Nebelschwaden. Jetzt heißt es erst mal kurz durchatmen, folgt nun mit der 23 Kilometer langen Bergab-Passage eine besondere Belastung für Knie und Kondition. Während die Marathonis im weiteren Verlauf die Knochenbrecherkurve, den Trudenstein, Hohnekopf und Ottofels passieren, werden sie immer wieder von Wanderern angefeuert.

Hinter der Steinernen Renne erscheint in der Ferne das Schloss Wernigerode, der Anblick auf den Zielort motiviert zu neuer Kraft für die verbleibenden Kilometer. Bei der Mönchsbuche (KM 35) geht es letztmals bergauf und danach erreichen die erschöpften Läufer endlich hinter dem malerischen Kuhborateich das Ziel in Wernigerode.

Marc Bruns, drei Wochen zuvor beim Berlin Marathon am Start, vermochte bei seiner Brocken-Premiere die schwere Strecke in 5:06:52 Stunden zu bewältigen. Für Eike Dempewolf war es bereits die vierte Teilnahme am höchsten Berg Norddeutschlands. Mit einer Zeit von genau 4:12:00 Stunden konnte er Platz 36 in seiner Altersklasse behaupten. Die Osterwalder Läufer zeigten sich begeistert über die wunderschön herbstliche Harzlandschaft, die perfekte Organisation und natürlich über die delikate Erbensuppe, die als Belohnung im Ziel gereicht wurde. Sie sind sich einig, dass die Fastflitzer auch im kommenden Jahr wieder beim Lauf durch die Harzberge dabei sein werden.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige